„Schwachsinn“: Dreßen schimpft im TV

Wie sieht die Zukunft des Ski-Sports in Zeiten des Klimawandels aus?

Es ist eine Frage, die den gesamten Wintersport beschäftigt. Und für Johan Eliasch, Präsident des Weltverbands FIS, lautet ein Teil der Antwort: Indoor-Events an Orten wie Dubai - wo im Herbst 2021 erstmals ein Rennen der unterklassiges Entry League stattfand.

Multimilliardär Eliasch - ehemaliger Chef des Sportartikelkonzerns Head - sieht nach eigenen Angaben „Potenzial“ in der Idee und löste damit anhaltende Debatten aus. In die sich nun auch Thomas Dreßen eingeschaltet hat.

Dreßen über Ski Alpin in Dubai: „Absoluter Schwachsinn“

„Dass darüber diskutiert wird, in Dubai ein Skirennen abzuhalten, finde ich absoluten Schwachsinn“, polterte der 29-Jährige bei „Blickpunkt Sport“ im BR.

Der Streif-Sieger von 2018 erklärte zwar, dass es grundsätzlich nicht falsch sei, etwas Neues zu machen. „Es ist wichtig, dass man sich überlegt: Wie kann man Sport, wie kann man Wettkämpfe besser machen. Und wie kann man es für die Jugend attraktiver machen, damit die Jugend nicht wegbricht“, führte der Speedspezialist aus.

Dreßen stellt klar: „Skifahren wird nie im Leben eine Weltsportart werden“

Allerdings dürfe man auch nicht vor der Realität die Augen verschließen, wie Dreßen klarstellte: „Skifahren wird nie im Leben eine Weltsportart werden. Dafür sind wir viel zu sehr an Orte und an Jahreszeiten gebunden.“

Aus diesem Grund sei es wichtig, sich an nachhaltigen Märkten auszurichten - und nicht an exotischen Orten. „Ich bezweifle, dass wenn in Dubai ein Rennen stattfindet, die Kinder in zehn, fünfzehn Jahren sagen: ‚Ja, wir wollen Skifahrer werden.‘“

Bereits in der Vergangenheit hatte unter anderem Felix Neureuther den Ansatz deutlich kritisiert, Skirennen in der Halle auszutragen.

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