Schulz: "Wir kämpfen bis zur letzten Minute"

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat um Abschluss seines Wahlkampfes die Entschlossenheit der Sozialdemokraten bekräftigt, bei der Bundestagswahl am Sonntag stärkste Partei zu werden. "Wir kämpfen bis zur letzten Minute."

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat um Abschluss seines Wahlkampfes die Entschlossenheit der Sozialdemokraten bekräftigt, bei der Bundestagswahl am Sonntag stärkste Partei zu werden. "Wir kämpfen bis zur letzten Minute darum, das wir dieses Land besser machen", sagte Schulz am Samstag auf seiner letzten Wahlkundgebung in Aachen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warf Schulz vor, sie wolle "die Vergangenheit verwalten".

"Ich will die Zukunft gestalten", fügte Schulz hinzu. Merkel sei eine "Weltmeisterin des Ungefähren", die sich der demokratischen Debatte verwehre. Diese Verweigerung im Kanzleramt "schadet der Demokratie" bekräftigte Schulz. Der Union warf der SPD-Herausforderer vor, sie habe "keine eigene Idee, keinen Plan für die Zukunft dieses Landes".

Scharfe Kritik übte der SPD-Vorsitzende an der AfD, bei der es sich um eine "richtige rechtsextreme Partei" handele. "So redeten die Totengräber der Weimarer Demokratie", sagte Schulz unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer. Die AfD seine "keine Alternative für Deutschland", sondern "eine Schande für die deutsche Nation, und deshalb gehört sie nicht in den Bundestag".

Schulz rief die Bundesbürger auf, am Sonntag wählen zu gehen "und die extreme Rechte in Deutschland so klein wie möglich" zu halten. In seiner gut einstündigen Rede warb der SPD-Chef zugleich erneut für ein "solidarisches, einiges Europa". Dieser Idee habe er sein ganzes politisches Leben gewidmet, und für diese Idee "will ich Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden", sagte der frühere EU-Parlamentspräsident.