Schulserie: Privatschulen boomen in Berlin: Schon 51.000 Schüler

Unterricht in der Kant-Schule in Steglitz. Die Zahl der Eltern, die ihre Kinder statt auf eine staatliche auf eine Privatschule geben, nimmt weiter zu

Die große Nachfrage nach Privatschulen in Berlin hält unvermindert an. Allein zum neuen Schuljahr sind wieder vier neue allgemeinbildende Schulen in freier Trägerschaft hinzugekommen. Die Gesamtzahl der Schüler an privaten Schulen, inklusive der beruflichen Schulen, stieg erneut um 1500. Ihr Anteil an der Gesamtschülerzahl liegt bei 11,6 Prozent und damit exakt auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt lernen nach Angaben der Bildungsverwaltung 51.390 Schüler an Einrichtungen in freier Trägerschaft. Damit halten die freien Schulen Schritt mit der wachsenden Stadt Berlin.

Der anhaltende Boom ist umso erstaunlicher, als die Bedingungen für eine Neugründung derzeit schwierig sind. Größte Hürde ist es, leer stehende geeignete Gebäude oder freie Grundstücke zu finden. Nur wenig Schulträger sind in einer solch komfortablen Situationen wie die Stephanus-Stiftung in Weißensee, die auf eigene Gebäude zurückgreifen kann.

Die Arbeitsgemeinschaft der freien Schulen in Berlin forderte den Senat auf, Grundstücke zu erschwinglichen Konditionen zur Verfügung zu stellen, damit die freien Träger ihren Anteil bei der Schaffung neuer Schulplätze für die wachsende Stadt leisten können. Gegenwind kam vom SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck. Aus seiner Sicht verstoßen viele Privatschulen gegen Artikel 7 des Grundgesetzes, wonach eine "Sonderung der Schüler nach Besitzverhältnissen der Eltern" nicht gefördert werden darf.

"Arme Schüler nicht von Privatschulen ausschließen"

Langenbrinck hatte Akteneinsicht zu...

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