Schulserie: "Zu enge Räume bedeuten Stress für alle"

Die Kinder der altersgemischten schulanfangsphase in der Reginhard-Grundschule drängen sich in einer winzigen Leseecke

Wenn Schulleiterin Antje Mikolajski die Tür zum verstaubten Dachboden der Reginhard-Grundschule aufschließt, gerät sie ins Schwärmen: "So viel ungenutzter Platz, für uns wäre das die Rettung", sagt sie, denn die Schule in Reinickendorf platze aus allen Nähten.

An diesem Sonnabend werden 31.880 Erstklässler voller Vorfreude eingeschult, doch vielen Schulleitern treibt der bevorstehende erste Schultag der Lernanfänger Sorgenfalten auf die Stirn. Vor allem in Wohngebieten, in denen viele neue Wohnungen für Familien entstanden sind, müssen die Klassen voller werden, selbst in Brennpunktgebieten, wo eigentlich kleinere Klassen vorgesehen sind. Fachräume oder Computerräume müssen zu zusätzlichen Klassenräumen umfunktioniert oder die Essenszeiten in den Mensen noch enger getaktet werden.

Viele Bezirksämter hatten vor dieser Situation gewarnt, doch viel zu spät hat der Senat die Warnungen ernst genommen und die nötigen Mittel für den Schulneubau zur Verfügung gestellt. Bis zum Unterrichtsjahr 2024/25 benötigt die Stadt Plätze für 86.000 zusätzliche Kinder. Nun stehen zwar 5,5 Milliarden Euro für die Sanierung der bestehenden Gebäude und für den Bau von 51 neuen Schulen bereit. Zusätzlich sollen in den kommenden zwei Jahren 21 modulare Ergänzungsbauten die vorhandenen Schulstandorte erweitern. Die Bildungsverwaltung versucht die Planungen zu beschleunigen, mit dem Wachstum der Schülerzahlen können sie dennoch kaum Schritt halten. Die Folge: Immer mehr Kinder müssen sich die vorhandenen ...

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