Schule in Japan: Kritik an teuren Uniformen von Armani

Ein japanischer Schuldirektor will eine teure Uniform von Armani einführen. (Bild: Getty Images)

Die japanische Grundschule Taimei macht gerade international von sich reden. Der Direktor bat die Eltern der Schüler darum, ihren Kindern eine Uniform des Designerlabels Armani zu kaufen und erntete dafür Kritik.

Die geforderte Schuluniform hat einen stolzen Preis von 80.000 Yen (umgerechnet 600 Euro) und ist somit mehr als die Hälfte teurer als die jetzige. Schuldirektor Toshitsugu Wada gab laut der japanischen Nachrichtenagentur „Kyodo“ an, sich mit der Einführung der kostspieligen Kleidung an das noble Einkaufsviertel Ginza in Tokyo anpassen zu wollen, in dem die Schule liegt. Außerdem wolle er diese dadurch bekannter machen.

Obwohl die Armani-Uniform – bestehend aus einer weißen Bluse, einem Blazer in Navyblau und Rock bzw. Hose – nur eine Empfehlung ist, fühlen sich die meisten Eltern verpflichtet, diese zu kaufen. Sie befürchten, dass sich ihre Kinder andernfalls ausgeschlossen fühlen.

Inzwischen hat die Nachricht sogar das japanische Parlament erreicht. „Sollte nur ein einziger Schüler nicht in der Lage sein, sie zu kaufen, könnte das zu einem Problem werden“, sagte Finanzminister Taro Aso laut „AP“. Auch für den Oppositionsabgeordneten Manabu Terada ist es fragwürdig, ob Kinder aus allen Schichten eine derart teure Uniform brauchen. Ob Schuldirektor Wada trotz Kritik aus der Politik an seinem Plan festhalten will, bleibt abzuwarten.

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