Vom Schuldner zum Millionär: Comedian Mike Hager und sein Weg zum Vermögen

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Comedian und Buchautor Mike Hager
Comedian und Buchautor Mike Hager

Der bayerische Comedian Mike Hager, besser bekannt als seine Kunstfigur „Studiotechniker Nullinger“, hat es geschafft: Der heute 46-Jährige ist Millionär. Anlässlich der Veröffentlichung seines Buches „Geld allein ist auch eine Lösung“, sprach Hager mit dem „Focus“ über seine finanzielle Unabhängigkeit und gab Spartipps.

Angefangen hatte Hagers Weg dabei eigentlich denkbar ungünstig. Mit 26 Jahren hatte er nämlich durch schlechte Investitionen in Pennystocks und seine Unerfahrenheit mit Steuerpflichten für Selbstständige plötzlich 35.000 Euro Schulden. Die psychische Belastung durch die Schulden habe ihn außerdem stark übergewichtig werden lassen.

Nichtsdestotrotz habe er sich aus beidem wieder herausgearbeitet. „Die Erfahrung zu machen, kein Geld zu haben, war ein Trauma“, so Hager. Der daraus entstehende Leidensdruck habe ihn aber letztlich über die Maßen motiviert. Wichtig sei dabei zweierlei gewesen: „Man braucht ein klares Ziel, eine Vision. Und das Selbstvertrauen, dass man das schon schaffen wird.“ Mit 27 habe er sich also das Ziel gesetzt, mit 40 Jahren Millionär zu sein, und dafür jeden Tag etwas getan — auch wenn es nur Kleinigkeiten waren, wie auf den Coffee-to-go zu verzichten.

„Über Nacht reich werden, funktioniert nicht“

Es gebe drei Grundvoraussetzungen, um das Ziel dann letztlich auch zu erreichen: „Ausgaben verringern, Einnahmen erhöhen und das, was übrigbleibt, sinnvoll investieren.“ Das Investieren sei aber keinesfalls als der Weg zum schnellen Geld zu verstehen, so Hager. Im Gegenteil habe er zeitweise so viel gearbeitet, dass er gar keine Zeit mehr hatte, Geld auszugeben. „Über Nacht reich werden, funktioniert nicht.“ Wenn man dann investiert, sei es wichtig, sich breit aufzustellen. Er habe überwiegend in Immobilien investiert, lege sein Geld aber auch in Wertpapiere, Kryptowährungen und Gold an.

Als er sein Ziel erreicht hatte, habe er erst einmal fassungslos auf seine Excel-Tabelle geschaut, aber sich trotzdem nicht wirklich abgesichert gefühlt. „Neben der Freiheit ist mir auch die Sicherheit extrem wichtig.“ Dementsprechend lebt Hager auch heute noch recht sparsam. Mit seiner Partnerin wohnt er auf 60 Quadratmetern in der ersten gemeinsamen Zwei-Zimmer-Wohnung in München. Die Nachbarwohnung haben sie sich noch als Büro dazugemietet. Er fahre ein geleastes Auto und halte sein Geld zusammen. Nur bei Urlauben fliege er gerne Business Class.

Nun möchte er möglichst viele Menschen mit seinem Buch erreichen. Er möchte zeigen, dass es gut ist, Vermögen zu besitzen. Materiell habe er keine Wünsche, außer ein eigenes Haus – gern auch zur Miete.

sb