Schuldennachlass? Griechenland hofft auf Scholz

Die Zukunft Griechenlands wird in der kommenden Woche bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington auf der Tagesordnung stehen. Griechenland hofft, die Gläubiger mit einem neuen Plan von einem Schuldenerlass zu überzeugen. Dieser besteht darin, Konditionen für künftige Rückzahlungen an das Wirtschaftswachstum zu knüpfen.

Darum ging es beim ersten Treffen zwischen dem neuen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und seinem griechischen Amtskollegen Euklid Tsakalotos am Freitag in Berlin. Man sei "mit guten Gesprächen in eine neue starke Partnerschaft" gestartet hieß in einem Tweet des Bundesfinanzministeriums.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras setzt große Hoffnungen auf den sozialdemokratischen Nachfolger Wolfgang Schäubles, der Griechenland die Sparschrauben anlegte.

Eine Hoffnung, die auch der deutsche Gewerkschaftsbund auf seiner Webseite teilt: Schuldenerleichterungen würden die Kreditwürdigkeit Griechenlands verbessern und beim Marktzugang helfen.

Damit könnte sich das Land ab Sommer endlich vom Tropf der Hilfskredite lösen.

Das dritte Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Athen hofft, bis dahin das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewonnen zu haben, um sich wieder selbst Kapital beschaffen zu können.

Nach Auffassung des IWF sind dazu allerdings weitere Schritte nötig, um die nach wie vor riesige Schuldenlast zu mildern.