Beckers Schulden noch höher? Jetzt spricht sein Anwalt

Die Schulden von Boris Becker sollen höher als bisher angenommen sein

Tennis-Legende Boris Becker droht laut Medienberichten großes Ungemach.

Die Schulden des dreimaligen Wimbledon-Siegers sollen demnach noch höher sein als bisher angenommen.

Wie Stern und Bunte berichten, schätzten die Ermittler des Londoner Finanzdienstleisters Smith & Williamson in einem Insolvenzbericht die Schuldenlast Beckers auf 54 Millionen Pfund (rund 61 Millionen Euro).

Diese Summe sei deutlich gestiegen, da sich inzwischen neue Gläubiger des Ex-Tennisstars gemeldet hätten oder ihre Forderungen deutlich höher seien als bislang bekannt - wie beispielsweise bei der britischen Privatbank Arbuthnot Latham & Co, die den Fall im Juni dieses Jahres vor das Insolvenzgericht in London gebracht hatte.


Anwalt dementiert Gerüchte

Beckers Anwalt Christian Oliver Moser gab nun gegenüber Bild eine Stellungnahme dazu ab und dementierte diese Gerüchte:

"Die angegebene Höhe der Schulden wird von unserem Mandanten vehement bestritten. Der Report, auf den hier Bezug genommen wird, ist nur vorläufiger Natur. Er beruht vor allem auf einseitigen Angaben der Gläubiger, die einer näheren rechtlichen Überprüfung größtenteils nicht standhalten werden. Die tatsächliche Summe ist aus Sicht unseres Mandanten deutlich niedriger."

Becker dürfe im Übrigen auch "weiterhin seine alltäglichen Verpflichtungen, so wie auch in der Vergangenheit, erfüllen".

Beckers Pokale könnten versteigert werden

In einem ersten Bericht der Insolvenzverwalter soll zudem der Besitz Beckers aufgelistet sein, von dessen Versteigerung sich Einnahmen erhofft werden.

Auf dieser Liste tauchen offenbar auch Trophäen aus Beckers Tennis-Karriere aus - darunter seine drei Pokale für die Triumphe in Wimbledon.

Diese sollen laut der Bunte von den Auktionatoren von Wyles Hardy & Co zeitnah bewertet und anschließend versteigert werden. 

Becker sei deshalb angehalten worden, die Gegenstände weder aus seinem Domizil in London noch aus dem Haus seiner Mutter in Deutschland zu entfernen.

Doch auch hier widerspricht Anwalt Moser vehement. Die Wimbledon-Pokale seien laut seiner Aussage nicht in Gefahr.