Schulbehörde in Los Angeles will Impfpflicht für Schüler ab Zwölf beschließen

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Corona-Impfstoff (AFP/Patrick T. FALLON)

Schulkinder ab zwölf Jahren könnten in Los Angeles bald zu einer Corona-Impfung verpflichtet werden. Die Schulbehörde der Stadt will am Donnerstag als erste größere US-Schulbehörde eine entsprechende Regelung beschließen. Die USA kämpfen derzeit gegen einen erneuten Anstieg der Corona-Neuinfektionen - insbesondere im Zusammenhang mit der ansteckenderen Delta-Variante.

Die geplante Maßnahme sieht vor, dass alle Schulkinder ab zwölf Jahren bis zum 21. November ihre erste Dosis mit einem Corona-Vakzin erhalten müssen. Für die zweite Dosis gilt der 19. Dezember als letzter möglicher Impftag. Ab ihrem 12. Geburtstag wird Kindern eine Frist von 30 Tagen gewährt, um sich impfen zu lassen.

Der Schritt, über den die Behörde am Donnerstag entscheiden will, könnte zum Präzedenzfall für Schulbehörden im ganzen Land werden. In Los Angeles besuchen insgesamt rund 600.000 Kinder und Jugendliche eine Schule, die unter die Zuständigkeit der Schulbehörde fällt. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsdienste haben bislang etwa 58 Prozent der Zwölf- bis 18-Jährigen in Los Angeles mindestens eine Impf-Dosis erhalten.

Derzeit gelten bereits verschärfte Regelungen, darunter regelmäßige Corona-Tests für Schulkinder und das Tragen von Masken auf dem gesamten Schulgelände. Für das Personal besteht eine Impfpflicht.

Die Maßnahme ermögliche es, die steigenden Infektionszahlen unter Schülern einzudämmen und Präsenzunterricht weiter zu ermöglichen, erklärte die Behörde. Während viele Lehrergewerkschaften und Eltern die Maßnahme unterstützen, gibt es jedoch auch Kritiker.

gap/cp

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