Schufa: Hohe Inflation und Corona trüben Verbraucherstimmung

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WIESBADEN (dpa-AFX) - Die vierte Corona-Welle trübt laut einer Studie der Auskunftei Schufa die Verbraucherstimmung in Deutschland. Auch die Furcht vor den zuletzt stark steigenden Verbraucherpreisen wirkt sich belastend aus, zeigt eine am Montag veröffentlichte Umfrage.

Demnach gab im Oktober mehr als die Hälfte der 1000 Befragten (53 Prozent) an, eher oder sehr sorgenvoll in die Zukunft zu blicken. Im Juni lag der Wert noch bei 45 Prozent. Vor allem in der Gruppe mit einem Haushaltseinkommen von unter 2000 Euro liege die Zukunftsangst mit 65 Prozent weit über dem Schnitt, hieß es. "Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie schwindet", sagte Schufa-Vorstandsmitglied Ole Schröder in Wiesbaden. "Das drückt die allgemeine Stimmung." Dazu kämen generelle wirtschaftliche Sorgen.

So ist laut der Umfrage die Angst vor einer Wirtschaftskrise mit 57 Prozent höher als im Juni (41). Am meisten jedoch fürchten Verbraucherinnen und Verbraucher demnach steigende Preise (74 Prozent), insbesondere bei Energie wie Benzin und Strom (79), sowie höhere Abgaben und Steuern (70). Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) sorgt sich um mögliche Einkommenseinbußen.

Bei konkreten finanziellen Folgen der Pandemie gab es derweil weniger Veränderungen. Der Anteil der Menschen, wie wegen Corona Einbußen im Haushaltseinkommen haben, liege weiter bei knapp unter 40 Prozent, so die Schufa. Allerdings griffen mehr Befragte auf Ersparnisse zurück (35 Prozent gegenüber 30 im Juni). Auch haben mehr Menschen Zahlungen oder Raten - außer Miete oder Ratenzahlungen für das Haus - stunden lassen, größere Anschaffungen wurden zunehmend zurückgestellt.

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