Schriftsteller Peter Härtling ist tot

Peter Härtling

Der Schriftsteller Peter Härtling ist tot. Er starb am Montag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren, wie der Verlag Kiepenheuer und Witsch in Köln mitteilte. Der mehrfach preisgekrönte Autor machte sich mit Romanen, aber auch mit zahlreichen Kinderbüchern einen Namen.

Der am 13. November 1933 in Chemnitz geborene Härtling arbeitete zunächst als Redakteur bei Zeitungen und Zeitschriften, bevor er 1967 Cheflektor des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main wurde. Von 1968 bis 1973 war er Sprecher der Geschäftsführung des Verlags. Ab 1974 widmete er sich ganz dem Schreiben als freier Schriftsteller.

Härtling wurde mit zahlreichen Preise ausgezeichnet. Er erhielt unter anderem den Deutschen Bücherpreis für sein Gesamtwerk, den Corine-Ehrenpreis und zuletzt im Jahr 2014 den Hessischen Kulturpreis. Ihm wurde zudem das Bundesverdienstkreuz verliehen. Für sein kinderliterarisches Gesamtwerk wurde er mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels würdigte Härtling als "einen der bedeutendsten Schriftsteller". "In Deutschlands kulturellem Gedächtnis hat er mit seinen gesellschaftspolitischen Romanen, Gedichten und Kinderbüchern deutliche Spuren hinterlassen", erklärte Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis.

Die Akademie der Künste erklärte, Härtling sei "über viele Jahre, besonders auch in der Zeit der Zusammenführung der Ost- mit der West-Institution, eng mit den Geschicken der Akademie" verbunden gewesen. Er habe "die Arbeit der Sektion Literatur über viele Jahre" geprägt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb in einem Kondolenzschreiben an Härtlings Witwe, Deutschland habe "einen großen Schriftsteller verloren". "Mit seinen Büchern hatte Ihr Mann ganzen Generationen die Welt der Literatur eröffnet und vielen Menschen ? jungen wie alten ? Mut und Trost 'für die Wanderschaft des Lebens' gegeben."