Schräges neues „Harry Potter”-Kapitel: Computer generiert verblüffenden neuen Text

Bisher schrieb Autorin J. K. Rowling alle Bücher der „Harry Potter”-Reihe selbst. Nun lieferte ein Computer ein neues Kapitel. (Bild: AP Photo/Bizuayehu Tesfaye)

Eine Firma aus den USA setzt bei ihrer kreativen Arbeit auch auf nicht-menschliche Autoren. Und ließ eine intelligente Tastatur ein neues Kapitel rund um den Zauberlehrling Harry Potter generieren. Der Text ist so obskur wie überraschend.

Die Firma „Botnik Studios” ist laut Selbstbeschreibung eine „Gemeinschaft von Autoren, Künstlern und Entwicklern, die mit Maschinen zusammenarbeiten, um seltsame, neue Dinge zu erschaffen“. Sie entwickelte ein „Predictive Keyboard“, das Algorithmen nutzt, um ganze Texte zu kreieren. „Die intelligente Tastatur untersucht Texte auf Muster und Struktur und generiert auf dieser Basis neue Sätze”, zitiert „The Independent“ den Mitbegründer der Firma, Jamie Brew.

Via Twitter postete die Entwicklerfirma das Ergebnis, das auf den ersten Blick wie ein wahllos zusammengewürfelter Haufen Wörter klingt – und doch ergeben die Sätze eine, wenn auch etwas krude, Geschichte.

Der Titel des „Harry Potter”-Kapitels, das der Schreib-Roboter verfasste, lautet „Harry Potter und das Portrait dessen, was wie ein großer Aschehaufen aussieht“. Die Handlung liest sich jedoch etwas eigenartig: Ron frisst Hermines Familie auf, Harry Potter fällt monatelang eine Treppe hinunter und bei den Todessern gibt es eine Romanze.

„Die Schlossanlage knarrte mit einer Welle von einem magisch vergrößerten Wind. Der Himmel draußen war eine große schwarze Decke, die voller Blut war“, beginnt der Text so kryptisch wie vielversprechend.
Weitere Highlights aus dem Text:
„Magie: es war etwas, von dem Harry Potter dachte, dass es sehr gut sei.“
„Ron stand da und vollzog eine Art ungestümen Stepptanz. Er sah Harry und begann sofort, Hermines Familie zu essen.“
„Harry riss seine Augen aus seinem Kopf und warf sie in den Wald. Voldemort erschreckte Harry, der in dem Moment nichts sehen konnte.“
„Rons Shirt war so schlecht wie Ron selbst.“
„Harry schaute sich um und fiel den ganzen restlichen Sommer lang die Wendeltreppe hinunter.“

Die computergenerierte Storyline klingt jedenfalls so mystisch wie brutal und seltsam. Die Autorin der „Harry Potter-Reihe”, J. K. Rowling, äußerte sich bis dato nicht zu „Harry Potter und das Portrait dessen, was wie ein großer Aschehaufen aussieht“. Vermutlich wird die neue, leicht albtraumhafte Storyline nicht ganz so erfolgreich wie das Original – aber unterhaltsam ist sie allemal.