Schottland verhängt Corona-Lockdown bis Ende Januar

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Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon

Die schottische Regierung verhängt wegen des Anstiegs der Corona-Fallzahlen einen landesweiten Lockdown bis Ende Januar. Von Dienstag an gelten strenge Ausgangsbeschränkungen, wie Regierungschefin Nicola Sturgeon am Montag im Parlament in Edinburgh ankündigte. Die Schotten dürfen ihr Zuhause dann nur noch in begründeten Fällen verlassen.

Die Maßnahmen seien vergleichbar mit dem Lockdown im März, sagte Sturgeon. Inzwischen sei die Lage aber noch "beunruhigender". Es sei ein steiler Anstieg der Infektionszahlen zu beobachten. Insbesondere die im Dezember erstmals in Großbritannien entdeckte neue Virus-Mutation habe den Kampf gegen die Pandemie erschwert, sagte die Regierungschefin. "Diese neue Variante ist für fast die Hälfte der neuen Fälle in Schottland verantwortlich."

Der britische Premierminister Boris Johnson will am Montagabend neue Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verkünden. Es seien "weitere Schritte" nötig, um die Ausbreitung der neuen Mutation einzudämmen, teilte ein Regierungssprecher am Nachmittag mit. Johnson hatte die Briten bereits am Sonntag auf noch striktere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie vorbereitet.

In Großbritannien grassiert derzeit eine Mutation des Coronavirus, die ersten Erkenntnissen zufolge deutlich ansteckender ist als das Virus in seiner bisherigen Form.

Die Regierung in London setzt im Kampf gegen Corona auch auf eine schnelle Impfkampagne. Am Montag begannen in Großbritannien die weltweit ersten Impfungen mit dem gemeinsam vom britisch-schwedischen Konzern AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Impfstoff. Seit dem 8. Dezember wurden bereits mehr als eine Millionen Briten mit dem Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer geimpft.

bfi/mid