Schon wieder Trump - Dollar und DAX knicken ein

Thomas Bergmann
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Schon wieder Trump - Dollar und DAX knicken ein

Der deutsche Aktienmarkt steht am Dienstag vor einer harten Probe. Sollte der DAX die Marke von 12.500 Punkten erneut unterschreiten, könnte die jüngste Erholung früher beendet sein, als einem lieb ist. Verantwortlich für die aktuelle Schwächephase ist wieder einmal Donald Trump, der wohl eines seiner wichtigsten Wahlversprechen begraben muss.

Nächste Schlappe für Trump

Wie am Montag bekannt wurde, wollen zwei Republikaner gegen Trumps Gesundheitsreform stimmen. Da von den Demokraten keine Unterstützung zu erwarten ist, wird die Abstimmung wohl ausfallen und Obamacare nicht abgeschafft werden. Damit schwinden auch die Chancen, dass der US-Präsident nun seinen Wirtschaftsplan umsetzen kann.

Die Reaktion an den Kapitalmärkten ist eindeutig. Der Dollar verliert gegenüber dem Euro immer mehr an Wert (inzwischen steht der Euro über 1,15 Dollar), was wiederum der exportorientierten deutschen Wirtschaft schadet. Zusätzlich gerät der Greenback durch die jüngsten Aussagen der US-Notenbanker unter Druck, die wohl erst wieder im Dezember an der Zinsschraube drehen werden. Einzig Mario Draghi könnte den Euro derzeit aufhalten - am Donnerstag hat er die Gelegenheit dazu.

Unterstützung bedroht

Der Start in den Handelstag wird in Frankfurt nicht gut. Der DAX nähert sich minütlich der Marke von 12.500 Punkten. Wird die Unterstützung bei 12.490 unterschritten, ist ein Aufprall bei 12.316 Zählern wahrscheinlich. Gibt es auch hier kein Halten, dürfte das Gap bei 12.091 Punkten geschlossen werden.

Stopp beachten!

Auf der anderen Seite sind die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks gut in die Berichtssaison gestartet. Lufthansa und Software AG haben ihren Ergebnisausblick erhöht. Netflix stieg gestern im nachbörslichen Handel dank starker Zahlen um zehn Prozent. Die Chance besteht also, dass der DAX sich halten kann. Dennoch wird, um Verluste zu begrenzen, der Stoppkurs für den empfohlenen DAX-Turbo mit der WKN DGS39Y auf 6,70 Euro nachgezogen.