Schon jetzt kommen Häuser aus dem 3D-Drucker – doch das ist erst der Anfang

Dirk Waldbrühl
3D-Drucker verändern schon jetzt unseren Alltag

Christian braucht einen neuen Seifenhalter für sein Bad.

Als typischer Heimwerker fährt er zum Baumarkt und hofft, dort das passende Teil zu finden. Doch auf Vorrat ist es nicht und als Antwort erwartet ihn wahrscheinlich ein “Tut uns leid, aber wir können ihn natürlich bestellen” von der Baumarktmitarbeiterin.

Was sie nicht sagt: Der Seifenhalter kommt in großer Stückzahl aus einer Fabrik in China und wird um die halbe Welt geschifft. Das kann dauern und ist alles andere als umweltfreundlich.

Darauf ist Christian nicht mehr angewiesen – denn er hat einen 3D-Drucker zu Hause. Statt in den Baumarkt geht er ins Internet, sucht in einer freien Datenbank den perfekten Gegenstand und druckt ihn einfach selber aus. Das spart nicht nur Geld und Zeit, sondern auch CO2-Emissionen.

Was nach Science-Fiction klingt, geht schon heute – und das nicht nur mit Seifenhaltern. Einfache 3D-Drucker sind für unter 500 Euro zu haben – und die Technologie wird immer besser und günstiger.

Heimwerker weltweit sind begeistert, für die Industrie eröffnen sich ganz neue Wege. So kündigte eine italienische Firma an, bis zum Jahr 2019 ein 3D-gedrucktes Elektroauto auf den Markt zu bringen – für nur 6.000 Euro.

Häuser und Drohnen aus dem 3D-Drucker – Utopie oder Zukunft?

Eine russische Firma druckt heute schon ganze Häuser in nur 24 Stunden aus – direkt dort, wo sie stehen sollen. Und chinesische Ingenieure kombinieren 3D-Drucker bereits mit Drohnen, um die Bauindustrie zu revolutionieren.

Erleben wir gerade den Anfang einer Zukunfts-Industrie, in der alles nur noch gedruckt wird und in der Lagerung, Überproduktion und Müll der Vergangenheit angehören? Oder ist das doch eine Utopie, die nur verdeckt, wie 3D-Drucker bereits heute wirklich die Welt verändern? Und wo sind die Haken?

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