Scholz: Zukunft der Demokratie entscheidet sich nicht nur bei uns

TUZTING (dpa-AFX) - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat auf die Bedeutung einer Ausbreitung der demokratischen Staatsform in der Welt für die Zukunft auch der westlichen Demokratien hingewiesen. "Die Zukunft unserer Demokratie entscheidet sich nicht bei uns allein", sagte Scholz am Freitag im Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing und der Theodor-Heuss-Stiftung.

"Wir brauchen gleich oder ähnlich gesinnte Partner. Wir brauchen neue Partner, und wir brauchen mehr Partner", sagte Scholz. Die klassischen Demokratien würden in Zukunft "nicht mehr genug Gewicht auf die Waage" bringen, sagte Scholz. Die G7-Länder stünden heute noch für 45 Prozent der Wirtschaftsleistung in der Welt, aber nur für etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung. Die Gewichte verschöben sich.

Bei der Sommertagung des Politischen Clubs in Tutzing kommen noch bis Sonntag Politikexperten aus Parteien, Parlamenten und aus der politischen Wissenschaft zusammen, um über die Zukunft der Demokratie zu diskutieren. Am Samstag werden unter anderem Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, erwartet.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.