Schokolade zu teuer? EU-Kommission untersucht Verkaufspraxis

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BRÜSSEL (dpa-AFX) - Einer der größten Hersteller von Schokolade, Keksen und Kaffee in der Europäischen Union könnte den Verkauf seiner Produkte zu günstigeren Preisen verhindert haben. Diesem Verdacht gehen die EU-Wettbewerbshüter nach und haben eine Untersuchung gegen den US-Konzern und Milka-Hersteller Mondelez eingeleitet, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Konkret geht es den Angaben zufolge beispielsweise darum, dass auf Verpackungen nur bestimmte Sprachen verwendet werden, wodurch der Verkauf in bestimmte andere EU-Länder erschwert werde.

"Beschränkungen des Parallelhandels können dazu führen, dass Hersteller oder Anbieter auf einem nationalen Markt zum Nachteil der Verbraucher höhere Preise verlangen können", heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission. Bei dieser Art des Handels versuchen Einzelhändler Produkte in EU-Ländern mit niedrigeren Preisen zu kaufen und sie dann in anderen Staaten weiterzuverkaufen. So steigt der Wettbewerb in diesen Staaten. "Dort sinken dadurch in der Regel die Preise", heißt es von Seiten der Kommission mit Blick auf den Parallelhandel.