Schockierende Vorher/Nachher-Bilder: Was Covid-19 mit einem fitten Mann machen kann

Covid-19 kann nicht nur bei Menschen hohen Alters oder mit Vorerkrankungen sehr schwer verlaufen. Das zeigt unter anderem ein aktuelles Beispiel eines Krankenpflegers, der kerngesund und sportverrückt war, bis er sich mit dem Coronavirus infizierte. Was die Krankheit innerhalb weniger Wochen mit ihm machte, zeigte er auf Instagram.

Auch bei jungen, gesunden Menschen kann Covid-19 schwer verlaufen (Symbolbild: Getty Images)

Bis vor Kurzem war Mike Schultz aus San Francisco körperlich vollkommen fit. Der 43-jährige Krankenpfleger hatte nicht nur einen anstrengenden Job, sondern trainierte auch beinahe täglich. Das zeigte sich an seinem muskulösen Körper, der unmittelbar vor seiner Coronavirus-Infektion noch 86 Kilo auf die Waage brachte. Wenige Wochen später sind es nur noch rund 63 Kilo, wie Schultz “Buzzfeed News” berichtete.

Wie sehr Covid-19 seinen Körper geschwächt hat, zeigt ein Vorher/Nachher-Bild, das der Krankenpfleger auf Instagram teilte.

Das linke Bild zeigt Mike Schultz einen Monat vor seiner Erkrankung, das rechte nach sechs Wochen Klinikaufenthalt (Bild: Instagram/thebearded_nurse)

Das linke Foto zeigt ihn etwa einen Monat vor seiner Erkrankung, das rechte nach sechs Wochen im Krankenhaus. Schultz hat deutlich an Muskelmasse verloren, sein Gesicht wirkt eingefallen und blass. Wie er “BuzzFeed News” erzählte, ist sein Lungenvolumen erheblich zurückgegangen. Alleine für das Selfie aufzustehen, habe ihn erschöpft.

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“Ich war so schwach. Das war das frustrierendste”, sagte er. “Ich konnte mein Handy kaum hochhalten. Es war zu schwer. Ich konnte kaum darauf tippen, weil meine Hände so sehr gezittert haben.”

Schultz wollte mit dem Bild zeigen, dass die Lungenkrankheit Covid-19 auch bei jungen und gesunden Menschen schwer verlaufen kann. Er habe sich zwar stets an die bestehenden Hygienemaßnahmen gehalten, sich aber keine großen Sorgen um das Virus gemacht. “Ich dachte, ich bin jung genug, um nicht davon betroffen zu werden. Das dachten sicher viele. Ich wollte zeigen, dass es jeden erwischen kann, egal ob man jung oder alt oder vorerkrankt ist.”

Sechs Wochen im Krankenhaus, die meiste Zeit davon intubiert

Mitte März hatten Schultz und sein Freund sich auf einer Party infiziert. Zu dieser Zeit habe es weder Ausgangsbeschränkungen noch Abstandsregeln gegeben, sagte Schultz. Er sei vorsichtig gewesen, sich nicht ins Gesicht zu fassen und sich regelmäßig die Hände zu waschen.

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Vor allem bei dem 43-Jährigen stellten sich schnell gefährliche Symptome wie sehr hohes Fieber und Flüssigkeit in der Lunge ein. Als er ins Krankenhaus eingewiesen wurde, stellte er sich darauf ein, mindestens eine Woche dort bleiben zu müssen. Es wurden sechs daraus. Mehr als vier Wochen davon musste er intubiert werden. Sein Freund durfte ihn während dieser Zeit nicht besuchen.

Mittlerweile ist Schultz vollständig genesen und konnte aus der Klinik entlassen werden. Seine erstes richtiges Mahl nach der langen Krankheit - ein doppelter Cheeseburger - hat anders geschmeckt als bisher. “Ich glaube, mein Geschmackssinn ist beeinträchtigt worden. Aber es war trotzdem gut.”

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