Schneider erklärt Aus für Baum - und schließt Rücktritt aus

SPORT1
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Jochen Schneider hat Manuel Baum für seine Arbeit beim FC Schalke gedankt - und die Freistellung des glücklosen Trainers beim abstiegsbedrohten Bundesligisten erklärt.

Bei einer Pressekonferenz am Freitag sagte der Vorstand Sport und Kommunikation wenige Stunden nach der Trennung: "Ich bin Manuel Baum sehr dankbar. Er hat hier mit viel Akribie und Leidenschaft gearbeitet und alles versucht, um den Erfolg wieder zum FC Schalke 04 zu bringen. Leider hat sich dieser Erfolg nicht eingestellt." (Die ganze PK zum Nachlesen).

Am Ende sei es in der Vereinsführung der Königsblauen darum gegangen, ob man Baum den Klassenerhalt noch zutraue. "Diese Überzeugung war nicht mehr da. Wir haben dann entschieden, nicht erst vor Weihnachten, sondern am heutigen Morgen die Trennung herbeizuführen."

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Baum war in zehn Ligaspielen bei Schalke ohne Sieg geblieben und konnte als Nachfolger des ebenfalls in dieser Saison entlassenen David Wagner nur das Erstrundenspiel im Pokal gegen Schweinfurt gewinnen. In den letzten beiden Partien des Jahres steht Schalkes Klub-Legende Huub Stevens an der Seitenlinie. Dieser lässt sein Aufsichtsrat-Mandat für das wegweisende Bundesliga-Duell mit Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr) und dem nächsten Pokalspiel gegen den SSV Ulm (Di., 18.30 Uhr) ruhen.

Rücktritt? Schneider wird deutlich

Die Entscheidung gegen Baum sei erst am Donnerstagabend gefallen, erklärte Schneider: "Deshalb können wir noch keinen langfristigen Trainer präsentieren." Die volle Konzentration gelte nun zudem den beiden anstehenden Spielen, erst danach wolle man einen neuen Übungsleiter ernennen. "Wenn die nächsten zwei Spiele möglichst erfolgreich absolviert sind, beantworten wir die nächsten Fragen."

Baum war auf Bestreben Schneiders nach Schalke gekommen. Auf die Frage, ob er dem Aufsichtsrat seinen Rücktritt angeboten habe, reagierte Schneider mit klaren Worten: "Ich spüre das Vertrauen des Aufsichtsrats. Ich habe nicht meinen Rücktritt angeboten, weil ich nicht davon renne." Es verbiete sich, in der schweren aktuellen Lage von sich aus von Bord zu gehen.

Zuletzt hatten diverse Fan-Gruppen auf Schalke heftige Kritik an der Führungsetage von S04 geäußert. "Wenn man 18. ist, ist der Druck immens. Es geht aber nicht um mich, sondern um den Verein. Es ist irrelevant, ob ich persönlich Druck empfinde", sagte Schneider.