Schneider Electric legt Software-Geschäft mit britischer Aveva zusammen

dpa-AFX

PARIS (dpa-AFX) - Erfolg im dritten Anlauf: Der französische Siemens -Konkurrent Schneider Electric fusioniert sein Industriesoftware-Geschäft mit dem britischen Spezialisten Aveva. Am Ende werde Schneider 60 Prozent an dem vergrößerten Unternehmen halten, erklärten die Firmen am Dienstag. Den Aveva-Aktionären verblieben 40 Prozent.

Um ihnen den Deal zu versüßen, erhalten sie beim Abschluss insgesamt 650 Millionen Pfund ausgeschüttet, der Großteil davon stammt aus der Kasse von Schneider Electric. Die Aktionäre müssen dem Deal zustimmen, genauso wie die Wettbewerbsbehörden. Geht alles glatt, wird das Geschäft um das Jahresende abgeschlossen.

Schneider will mit der Übernahme sein Industriesoftware-Geschäft stärken. Ein Segment, das auch für die deutsche Siemens in den jüngsten Jahren immer wichtiger geworden ist. Mit Industriesoftware lassen sich Maschinen und Anlagen planen und steuern. Es ist bereits der dritte Versuch der beiden Unternehmen, ihre Geschäfte zu kombinieren. Zwei Mal scheiterten die Gespräche in den vergangenen Jahren.

Aveva gehört zu den britischen Erfolgsunternehmen des Digitalzeitalters und wurde vor dem Deal mit 1,2 Milliarden Pfund bewertet. Seine Ursprünge hat der Software-Anbieter an der Universität Cambridge. Zum Handelsauftakt am Dienstag sprang die Aktie um ein Viertel in die Höhe. Das Papier von Schneider Electric legte um knapp 1 Prozent zu.

Aveva wäre der zweite große Deal für die Franzosen in kurzer Zeit. Bereits im Juli übernahm Schneider den US-Konzern ASCO Power Technologies für 1,25 Milliarden US-Dollar.