Schnee, Streusalz und Co. – Jetzt braucht dein Hund viel Extra-Pflege!

Hannah Klaiber
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Eisfachtemperaturen machen nicht nur uns zu schaffen – auch für Hunde sind Minusgrade, Schnee und Glätte sehr anstrengend. Mit der richtigen Pflege bringst du deinen Vierbeiner gut und glücklich durch den Winter.

Spielzeug sollte insbesondere im Winter besser Zuhause bleiben. (Bild: Getty Images)
Spielzeug sollte insbesondere im Winter besser Zuhause bleiben. (Bild: Getty Images)

Die meisten Hundebesitzer freuen sich über den ersten Schnee gleich doppelt – denn unsere Hunde sorgen garantiert dafür, dass wir uns nicht nur warmlaufen, sondern auch -lachen. Schneeräumen, frieren, 15 Minuten aufwenden, um uns kleidungstechnisch gegen Minusgrade zu wappnen? Vergessen, wenn wir solche Szenen beobachten dürfen:

Oder solche:

Doch so euphorisch unsere Vierbeiner sich im Schnee auch verhalten – die Kälte macht ihnen genauso zu schaffen wie uns. Damit es bei vielen spaßigen Situationen bleibt und dein Hund den Winter gesund und glücklich übersteht, gibt es hier die wichtigsten Pflegetipps:

Gassigehen: Lieber mehrere kurze Runden

Spätestens beim ersten Frost solltest du den Gassi-Rhythmus ändern: Statt wenigen langen Gassirunden solltest du mehrere kurze einplanen. Denn: Je länger die Pfoten der Eiseskälte, Glätte und dem Streusalz ausgesetzt werden, umso größer die Gefahr, dass es zu Hautirritationen und Verletzungen kommt. Nach kurzen Runden können sich die Pfotenballen zudem schneller regenerieren.

Pfoten nach jedem Spaziergang waschen

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass sich dein Hund nun öfter als sonst die Pfoten leckt. Das liegt daran, dass sich zwischen den Ballen Schnee, Eis und Streusalz (!) verfängt und er sie anschließend reinigen möchte. Dabei gelangt allerdings das Streusalz in den Magen-Darm-Trakt – was Übelkeit und Durchfall auslösen – und in größeren Mengen sogar tödlich enden kann.

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Diesem Horroszenario vorzubeugen ist denkbar einfach: Positioniere eine Schüssel mit warmem Wasser an der Haustür und tunke nach jeder Gassirunde die Pfoten hinein. Nun mit einem Lappen trockentupfen und dabei auch den Zwischenzehenbereich sanft reinigen.

Zuhause sollte ein warmes, kuscheliges Plätzchen auf deinen Vierbeiner warten. (Bild: Getty Images)
Zuhause sollte ein warmes, kuscheliges Plätzchen auf deinen Vierbeiner warten. (Bild: Getty Images)

Wann braucht dein Hund Pfotenbalsam?

In vielen Fällen reicht die Reinigung nach den Gassirunden bereits aus, um Hautirritationen und Schlimmeres zu vermeiden. Wenn du allerdings tiefere Risse und/oder extrem trockene Pfotenballen bemerkst, greife lieber zum Pfotenbalsam. Auch für Stadthunde ist die Pflege in jedem Fall ratsam, weil Besitzer oft gar nicht die Möglichkeit haben, stark gestreuten Straßen auszuweichen. Den Pfotenbalsam oder -wachs für die vorbeugende Pflege VOR dem Hundespaziergang in einer dünnen Schicht auftragen. Bei gereizter Haut kannst du die Pfoten nach dem Gassigehen (und waschen) zusätzlich mit Hundelotion eincremen, die weniger fettet und bei der Regeneration hilft.

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Bei sehr wunder und angegriffener Haut kannst du zudem zu einem sogenannten Pfotenschuh greifen, der den Kontakt zum Streusalz zwischenzeitlich komplett vermeidet.

Deshalb sollte dein Hund keinen Schnee fressen

Vor allem Hunde, die allzu vernarrt ins Bällewerfen sind, fangen auch gerne Schneebälle im Flug. Was lustig aussieht, kann leider gänzlich ernst enden: Nicht selten kommt es zu Magenschleimhautentzündungen, Durchfall, Speicheln, Erbrechen, Husten und Fieber. Verzichte also lieber darauf, deinem Hund den Schnee durch Zuwerfen oder das Verstecken von Leckerlis allzu schmackhaft zu machen.

Es gibt Fälle, in denen ein Hundemantel ratsam ist. (Bild: Getty Images)
Es gibt Fälle, in denen ein Hundemantel ratsam ist. (Bild: Getty Images)

Wann solltest du deinem Hund einen Mantel anziehen?

In den allermeisten Fällen braucht ein Hund keinen Mantel, um gut durch den Winter zu kommen. Allerdings gibt es Ausnahmen: Wenn dein Hund unter Rückenproblemen leidet, können sich diese durch die Kälte drastisch verschlimmern. Auch Hunde, die besonders kurze Haare und kaum Unterwolle haben, solltest du mit einem Mantel schützen. Und: Ist der Hund älter und kann sich nicht durch wildes Toben draußen warmhalten (dies gilt auch für längere Spaziergänge an der Leine), ergibt die Investition in ein schützendes Kleidungsstück Sinn.

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