Das schmutzige Geheimnis des Fahrrads und warum Bambus die Lösung ist

Tom Levitt

In East London kann man in einem Workshop lernen, wie man sein eigenes Fahrrad baut. Daran ist nichts Ungewöhnliches. Aber hier beim Bamboo Bicycle Club werden die Räder aus Bambus gebaut.

► Bei all der Euphorie, mit der Fahrräder als die Lösung für verstopfte Straßen, Luftverschmutzung und unsere Gesundheit angepriesen werden, werden die Materialien, die für die Herstellung verwendet werden, oft übersehen.

Carbon, sprich Kohlestofffaser beispielsweise wird bei neuen Fahrradmodellen immer populärer, besonders bei Rennrädern. Das leichte und robuste Material lässt sich jedoch nur schwer recyceln, es kann nicht eingeschmolzen und in seiner ursprünglichen Form wiederverwendet werden, wie zum Beispiel Aluminium und Stahl.

Außerdem ist die Arbeit mit Carbon gefährlich und dreckig. Bei der Herstellung von Rahmen oder Rädern aus Carbon wird mit giftigen Harzen gearbeitet. Das Material eignet sich also nicht unbedingt für Workshops, in denen man selber Fahrräder bauen kann.

Ein Rennrad wird alle drei Jahre durch ein neues ersetzt

Es wird noch dazu unheimlich viel Müll produziert. In der Regel wird ein Rennrad alle drei Jahre durch ein neues Rad ersetzt. Damit wird der Carbon-Müll immer mehr, so James Marr, Gründer des Bamboo Bicycle Club und ein ehemaliger Turbineningenieur.

► Marr hatte den Wunsch, diesen Müll zu reduzieren und außerdem den Fahrradbau populärer zu machen. Also gründete er einen Club, in dem er Menschen beibringt, ihre eigenen Fahrräder aus Bambus zu bauen.

Bambus ist weit mehr als nur die Leibspeise von Pandabären. Bambus ist robust und ein in Asien äußerst beliebtes Baumaterial. Es eignet sich hervorragend für den Bau von Fahrradrahmen, erklärt Marr.

Vom Samen bis zur Ernte dauert es nur vier Jahre. Die Nachhaltigkeit von Bambus hängt jedoch trotzdem von Produktionsstandards ab. Zum Beispiel davon, ob chemische Dünger oder Pestizide eingesetzt werden und davon, ob auch kein natürlicher Wald für...

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