"Schmutzig und kriminell": Aufreger-Video über Wien

Die Reaktionen auf das Facebook-Video des ungarischen Kanzleramtsministers János Lázár reißen nicht ab. Auch aus Ungarn kommt Kritik .

Der ungarische Euronews-Journalist Dániel Bozsik begab sich an die Schauplätze des Facebook-Videos: in den 10. Bezirk in Wien - zu jenem Ort, an dem auch die meisten Ungarn in der österreichischen Haupstadt leben.

Kritik an Wien

Im Clip bezeichnet der Politiker Wien als schmutzige und arme Stadt mit hoher Kriminalität. Er spricht vom Wahnsinn Multikulti und den Gefahren der Einwanderung. Das sehen viele Anwohner anders.

Salman Dursun wohnt im 10. Bezirk. Er fühle sich wohl in Wien und lebe hier seit 27 Jahren. Der Türkischstämmige meint, Wien sei die sicherste Stadt der Welt, und das solle auch so bleiben.

Auch Markus Matula wohnt dort. Das war nicht immer der Fall. Früher lebte er in London und New York - Wien sei viel sauberer im Vergleich zu den beiden Metropolen.

Schmutzige Stadt oder Schmutzkampagne?

Anfang April wählen die Ungarn ein neues Parlament. "In seinem Wahlkampf-Video, das János Lázár vor einigen Tagen in Wien filmte, sagte er, Einwanderer würden die Sicherheitslage verschlechtern," schätzt der Euronews Reporter Dániel Boszik. "Im vergangenen Sommer noch ha´t er Österreich als positives Beispiel und Vorbild für Ungarn genannt. Auf der Liste der sichersten Städte der Welt des Global Peace Index rangiert Ungarn auf dem 15. und Österreich auf dem 4. Platz"