Schmetterlinge nach EM-Aus frustriert: "Das war der Knackpunkt"

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Schmetterlinge nach EM-Aus frustriert: "Das war der Knackpunkt"
Schmetterlinge nach EM-Aus frustriert: "Das war der Knackpunkt"

Das schlechteste EM-Abschneiden seit 16 Jahren, das Minimalziel Viertelfinale verpasst - beim Deutschen Volleyball-Verband gab es nach dem 1:3 (22:25, 25:23, 19:25, 23:25) der Frauen-Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen die Niederlande nichts zu beschönigen. “Das Fazit ist sicherlich enttäuschend”, sagte DVV-Sportdirektor Christian Dünnes. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Volleyball-EM der Frauen)

Die Gründe für das frühe Aus - trotz einer hervorragend aufgelegten Louisa Lippmann und einer starken Lina Alsmeier - seien vielfältig, bemerkte der 37-Jährige. “Zum einen liegt es daran, dass wir eine schwierige Gruppe hatten und mit einer Niederlage gegen Polen im ersten Spiel dann am Ende Dritter geworden sind.”

Und dann sei eben “mit Holland sicherlich eine Weltklassemannschaft” gekommen. Ist die Erklärung wirklich so einfach?

Deutschland fehlt Qualität in ein paar Bereichen

Unabhängig vom Gegner fehlten der deutschen Auswahl in einigen Bereichen mindestens ein paar Prozentpunkte - und die sind auf internationalem Topniveau eben ausschlaggebend. “Wir hatten zu viele Phasen, wo wir den Anschluss nicht mehr bekommen haben, das war der Knackpunkt”, sagte Kapitänin Jennifer Janiska.

In ein paar Bereichen habe “die Qualität gefehlt, um hier besser abzuschneiden”, ergänzte Dünnes, der 37-Jährige relativierte aber sogleich: Das Potenzial sei auf jeden Fall vorhanden, es gelte nun, an diesen Dingen zu arbeiten.

Bundestrainer Felix Koslowski hatte bei der Endrunde auf eine Mischung aus Erfahrung und Talent gesetzt. Nach der Auftaktniederlage gegen Polen gewann seine Mannschaft die vier weiteren Gruppenspiele und überzeugte vor allem gegen die starken Gastgeberinnen (3:2). Da Bulgarien aber am Ende noch Polen bezwang, reichte es in der Gruppe trotz vier Siegen nur zu Rang drei. (DATEN: Tabellen der Volleyball-EM der Frauen)

DVV-Team reist direkt ab

Auch die mangelnde Konstanz machte Koslowski zu schaffen, es gab gerade in den ersten Spielen immer wieder Einbrüche. Das Team wurde zwar im Turnierverlauf zusehends stärker, aber eben nicht stark genug, um die Niederlande zu schlagen.

Dünnes lobte immerhin die Hartnäckigkeit der Mannschaft: “Wir haben phasenweise gut gespielt, nie aufgegeben. Es waren viele Kleinigkeiten, die wir hätten ein bisschen besser machen können, die dann in der Gesamtheit ein bis zwei Punkte pro Satz hätten ausmachen können.”

Nun bleibt viel Zeit zur Tiefenanaylse - aber leider keine Chance, die Erkenntnisse kurzfristig umzusetzen: Die Spielerinnen reisten schnell ab, in getrennten Fliegern, bald schon beginnt die Klubsaison. Aber erst im Sommer 2022 zur Nations League kommen sie wieder zusammen.

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