Schmerzen und ein Todesfall: TLC müssen ihre Tour absagen

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Die 90ies-Kultgruppe TLC muss ihre Deutschland-Tour absagen: Sängerin T-Boz ist erkrankt - und kämpft um Gerechtigkeit für ihren getöten Cousin.

Eigentlich wollten die 90ies-Lieblinge TLC ("Waterfalls") im Oktober Deutschland besuchen. Daraus wird nun aber nichts. Das Duo muss die Tournee verschieben. Hauptgrund ist eine Rückenverletzung von Sängerin T-Boz Watkins (47): Sie leidet nach einem Unfall bei einem Auftritt an "heftigen Schmerzen", wie TLC am Montagnachmittag mitteilten - die Bandscheiben und ein eingeklemmter Nerv sind schuld. Zugleich hat die 47-Jährige aber auch noch ganz andere Sorgen: Ihr Cousin ist vergangene Woche von Polizisten im US-Bundesstaat Illinois erschossen worden. Watkins macht den Beamten schwere Vorwürfe.

"Mein Cousin wurde von 18 Schüssen getroffen, auch ins Gesicht und in den Hinterkopf - er hat niemals irgendjemanden verletzt!", schrieb Watkins am Sonntag auf Instagram. Die Polizei erklärte, der getötete Verwandte des Stars sei als Verdächtiger eines Banküberfalls identifiziert worden und erschossen worden, nachdem er mit einer Waffe auf die Polizisten zurannte. Die Sängerin will das widerlegen und ihre Version der Geschichte verbreiten - sie nennt die Darstellung der Behörden eine "Lüge".

Nichtsdestotrotz wollen TLC die abgesagte Tour möglichst bald nachholen. Ihre Bandkollegin Chilli (46) und sie seien "sehr enttäuscht" über die Absage, erklärte Watkins auf Facebook. "Wir danken unseren Fans dafür, dass sie so loyal sind und versichern ihnen, dass wir wiederkommen, so bald wir neue Pläne machen können." Das R'n'B-Duo hatte in den 90er-Jahren seine größten Erfolge. Nach dem Tod von Gründungsmitglied Lisa "Lefteye" Lopes 2002 lösten sich TLC zunächst auf. 2017 veröffentlichten sie dann ihr Comebackalbum "TLC".

Foto(s): s_bukley/ImageCollect