Schluss mit Musik: Justin Bieber beendet Karriere und geht ins Kloster

Wer hätte das gedacht: Justin Bieber zieht es in ein klösterliches Umfeld. (Bild: Getty Images)

In den vergangenen Monaten war Justin Bieber oft bei Gottesdiensten zu sehen und trieb sich mit dem US-Pastor Carl Lentz herum. Nun hat der Sänger angekündigt, der Welt den Rücken zu kehren und sich einer Ordensgemeinschaft anzuschließen.

In einem Interview mit dem kanadischen Magazin „Time Monthly“ machte Justin Bieber seine Zukunftspläne bekannt – und die dürften Fans des „Love Yourself“-Sängers gar nicht gefallen. Angesprochen auf den plötzlichen Tour-Abbruch im August 2017 und seinen weitgehenden Rückzug aus dem Showgeschäft erklärte der 24-Jährige: „Mit dem Kapitel Musik habe ich abgeschlossen.“

Ganz unerwartet kommt dieser Schritt nicht. Bieber, der seit einigen Jahren Gottesdienste der freikirchlichen Hillsong-Gemeinde besucht, wurde zunehmend religiöser. So postete er Kurzpredigten auf seinem Instagram-Account, zeigte sich oft mit Bibel in der Hand und hat sogar mit dem Gedanken gespielt, ein Album mit christlichen Songs aufzunehmen.

Doch daraus wird nun offenbar nichts. Gegenüber „Time Monthly“ sagte der Kanadier: „Ich habe meiner Karriere zwar viel zu verdanken, aber ich habe für mich beschlossen, einen anderen Weg zu gehen.“ Bieber erklärte, er sei zum Katholizismus konvertiert und werde ab Mai in einem Kloster in den französischen Alpen leben.

„Kein Sex, kein Alkohol, Psalmen lesen, Kartoffeln schälen, die Vigil beten. Ich weiß, wie verrückt das klingt, aber ich kann mir im Augenblick kein schöneres Leben vorstellen“, sagte Bieber dem Magazin. Auf die Frage, wie lange er gedenkt, diesen Lebensstil zu führen, entgegnete der Teenie-Schwarm: „Fünf Monate, fünf Jahre, für immer – wer weiß das schon.“

Eine Rückkehr ins Musikgewerbe könne er dagegen definitiv ausschließen. „Ich werde maximal in einem Klosterchor singen. Diese Sachen von Palestrina. Mann, Sie glauben gar nicht, wie erfüllend die Musik von diesem Komponisten ist. Ich kann all meinen Fans nur raten: Hört auf Popmusik zu hören und lauscht den wunderbaren Klängen dieses alten Meisters.“

Hat er Justin Bieber zum Mönch gemacht? Hillsong-Pastor Carl Lentz ist eng befreundet mit dem Sänger. (AP Photos)

Bieber werde sich für seinen Aufenthalt im Kloster Mönchskleidung anschaffen und zudem eine Tonsur schneiden lassen, bei der nur ein Haarkranz am Haupt verbleibt. Auch für Sicherheit sei schon gesorgt. Wie „Time Monthly“ berichtet, werde das Kloster in den französischen Alpen bereits seit einigen Wochen von 47 Sicherheitsleuten rund um die Uhr bewacht. Man wolle so verhindern, dass Fans sich in die Anlage einschleusen.

Am Ende des Interviews sorgte Bieber mit einer weiteren Aussage für Aufsehen. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, eines Tages Papst zu werden, erwiderte Bieber: „Warum nicht?“ Bieber relativierte seine Aussagen jedoch, indem er hinzufügte: „Wenn Sie, lieber Leser, nun glauben, man hätte Sie in den April geschickt, dann haben Sie wahrscheinlich nicht ganz unrecht.“