Schluss mit der Diskriminierung: Wie ein Hut das Leben von Millionen Menschen verändern soll

Das Berliner Label Hut-Hunter fertigt Hüte, die speziell auf die Bedürfnisse von Linkshändern abgestimmt sind.

Es gibt Millionen von ihnen – und dennoch werden sie von der Fashion- und Beauty-Industrie komplett ignoriert: Linkshänder! Höchste Zeit, der täglichen Diskriminierung ein Ende zu bereiten, dachte sich der Designer von Hut-Hunter und entwickelte Hüte speziell für Linkshänder.

Auf den ersten Blick sehen sie ganz normal aus: Auf den dunklen Holzregalen des Showrooms von Hut-Hunter liegen die handgefertigten Filz- und Lederhüte in einer akkuraten Reihe nebeneinander und stechen den Kunden mit Trendfarben wie Millennial Pink oder Spring Crocus sofort ins Auge. Doch Geschichte sollen die Entwürfe des Designers Pete Fedora seiner Meinung nach nicht nur wegen des auffälligen Designs und der Liebe zum Detail schreiben.

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„Das Besondere ist die Haptik und Form der Hüte, die wir perfekt auf die Bedürfnisse von Linkshändern abgestimmt haben“, verrät der gebürtige Brite, der sein Start-up in Berlin gründete, im Interview mit Yahoo Style.

12 Monate wurde mit 1.000 Probanden am ersten Entwurf gefeilt

Selbst Linkshänder, wollte Fedora die tägliche Diskriminierung nicht mehr weiter akzeptieren: „Linkshänder haben noch immer keinen Platz in der gesellschaftlichen Mitte gefunden“, meint er. „Ein Wunder, wo doch viele der einflussreichsten Menschen der Welt Linkshänder waren oder sind.“ Ludwig van Beethoven zählt er genauso auf wie Jimi Hendrix oder Barack Obama. Dass der Designer mit seinem Wunsch, Mode speziell für Linkshänder zu entwerfen, einen Nerv getroffen hat, beweist der Ansturm an Testpersonen, die ihm bei seinem ersten Entwurf geholfen haben.

Im Berliner Showroom und Atelier von Hut-Hunter werden die Hüte von Fedora und zwei Mitarbeiterinnen in liebevoller Handarbeit gefertigt.

„Über 3.000 Interessierte meldeten sich nach meinem Aufruf“, so Fedora. Über 1.000 von ihnen lud er zu sich nach Hause ein, um die Probleme, die Linkshänder mit Hüten haben, zu analysieren und Lösungen zu erarbeiten. Ein ganzes Jahr recherchierte der Designer, ließ die Probanden verschiedene Hutmodelle aufsetzen und filmte mit. „In drei von fünf Fällen war es den Testpersonen nicht möglich, den Hut in einem eleganten Schwung auf den Kopf zu setzen“, erzählt er. „Und dabei geht es doch bei Hüten vor allem darum, Eleganz und Selbstsicherheit auszustrahlen.“

Für den Linkshänder-Hut hat Fedora alles geopfert

Ob der klassische Panama-Hut aus Bast, der Tribly aus edlem Filz für die Herren oder der angesagte Bucket Hat, der bei Influencern und Models gerade zum Lieblings-Accessoire avanciert: die Hüte von Hut-Hunter unterscheiden sich in einem unscheinbaren und doch alles veränderten Detail von herkömmlichen Modellen. Ausprägungen, Nähte, Dellen und Schirmchen sind um 180 Grad gedreht. Dadurch sei es Linkshändern möglich, den Hut auf- oder abzusetzen „ohne sich die Finger zu verrenken“.

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Für den Traum der barrierelosen Eleganz hat Fedora sein komplettes Vermögen geopfert – derzeit ist er auf der Suche nach Investoren. Dass sich dieser Mut auszahlen wird, daran hegt er keinen Zweifel: „Für viele mag es vielleicht nur ein einfacher Hut sein. Doch für mich ist es ein erster Schritt dahin, Linkshändern endlich die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die sie verdienen.“

Liebe Leserinnen und Leser, auch wir haben es uns am heutigen 1. April nicht nehmen lassen, Sie ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Die Geschichte rund um Pete Fedora ist frei erfunden. Es existiert weder das Label Hut-Hunter, noch werden (zumindest unseres Wissens nach) Linkshänder-Hüte produziert. Wir hoffen, dass wir Sie mit unserem Aprilscherz zum Schmunzeln bringen konnten und wünschen Ihnen frohe Ostern! Ihr Yahoo-Team.