Schluss mit China‘s Bitcoin-Boykott? Neue Börse angekündigt

Marco Bernegg
1 / 1
Bitcoin-Crash - dann doch lieber Aktien

Der Bitcoin ist nicht zu bremsen. Aktuell notiert die Kryptowährung nahe am Allzeithoch mit einer Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Dollar. Alleine in den letzten 24 Stunden verzeichnete der Kurs einen Anstieg von acht Prozent in der Spitze. Spekulationen nach zu urteilen, könnte die chinesische Regierung von ihrem Anti-Bitcoin-Kurs abweichen. Außerdem öffnet am ersten November in China eine neue Handelsplattform für Kryptowährungen. Eine weitere Hard Fork ist für Mitte November geplant.

Hoffnungsschimmer

Mehreren Berichten zufolge, könnte es bereits diese Woche zur Aufhebung der chinesischen Bitcoin-Verbote kommen. Grund für die Hoffnung ist der Abschluss des 19. nationalen Kongress der kommunistischen Partei von China, die mit der Implementierung vieler temporärer Regulierungen inklusive dem Bitcoin-Verbot beauftragt wurde. Nun besteht die Möglichkeit, dass die Regulierungen mit Ende der Konferenz aufgehoben werden. Vergessen wird dabei jedoch, dass die Regierung auch einfach neue Bestimmungen erlassen kann, die den Handel mit Bitcoins verbieten würden. Fraglich bleibt aber, warum ab November an einer neuen chinesischen Börse wieder Kryptowährungen gehandelt werden können, wenn die Gefahr eines erneuten Verbots besteht. ZB.com kündigte am Wochenende den Handelsstart zum ersten November an.

Weitere Hard Fork

Nach der Bitcoin-Gold-Abspaltung wird Mitte November die Hard Fork von SegWit2x erfolgen. In einem Statusupdate bestätigte der Entwickler Jeff Garzik nochmals die Durchführung. Durch die erneute Abspaltung wächst die Blockgröße auf zwei Megabyte an und erreicht somit ihr Maximum. In welchem Maß sich das Ganze auf den Kurs der beliebtesten Kryptowährung auswirken wird, bleibt abzuwarten. Es zeigt einmal mehr, wie verhärtet die Fronten in der Bitcoin-Gemeinde sind.

Riskantes Investment

Trotz der regelmäßigen Rekorde gilt die Alternativwährung als hochvolatil. Interessierte Anleger sollten sich dem hohen Risiko bewusst sein und einen möglichen Totalverlust berücksichtigen.