Schlimme Bilder: McDonald‘s und Tierschützer zeigen Schlachthof an

Auf einem Schlachthof wurden Tiere völlig unnötig gequält. Nun zieht McDonald’s Konsequenzen. (Symbolbild: Getty Images)

Die Überwachungsvideos auf einem Schlachthof zeigen: Die Rinder bewegen sich beim Ausbluten noch. Nun hat McDonald’s Konsequenzen gezogen und Anzeige gegen seinen eigenen Fleischlieferanten erstattet.

Es geht um den Vorwurf der Tierquälerei: Auf Filmaufnahmen von Tierschützern war zu sehen, dass sich Rinder wegen unzureichender Betäubung auf einem Schlachthof des Unternehmens OSI noch beim Ausbluten bewegen. Zudem wurden die Tiere mit Elektrotreibern an empfindlichen Körperstellen malträtiert und völlig unnötig besonders schwerer Gewalt ausgesetzt.

Der Schlachthof wurde von den Behörden geschlossen

Dies sein ein „Hinweis auf verheerende Zustände“, wird der Tierschutz-Verein Soko Tierschutz von „br.de“ zitiert. Mitarbeiter hatten die erschreckenden Bilder zuvor mit versteckter Kamera eingefangen. Diese Aufnahmen hatten Konsequenzen: Der Schlachthof wurde am Mittwoch von den Behörden geschlossen. Das vom Veterinäramt gesichtete Material habe Anlass zum sofortigen Handeln gegeben, zitiert „bild.de“ einen Sprecher des Landratsamts.

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Und auch McDonald’s sah sich in Zugzwang. Denn: Auf dem Schlachthof wurden täglich rund 200 Rinder geschlachtet – die Fast Food-Kette bezog nach eigenen Angaben rund 30 Prozent des Fleisches. Das Unternehmen spricht von nicht akzeptablen, gravierenden Verfehlungen und hat nun gemeinsam mit Tierrechtsaktivisten Strafanzeige gegen Verantwortliche des Schlachthofs gestellt.

“Der Umgang mit den Tieren war nicht angemessen”

Die OSI-Zentrale in Gersthofen will die Vorwürfe nun untersuchen. Der Geschäftsführer der OSI Europe Foodworks, Erik Schöttl, erklärte gegenüber „Stern TV”: “Wir haben Hinweise auf eine exzessive Elektrotreiber-Nutzung und unangemessene Treiber-Platzierung. Außerdem haben wir Fälle gesehen, bei denen der generelle Umgang von Mitarbeitern mit Tieren entweder nicht angemessen oder ineffektiv war.”