Schlichtung für Systemgastronomie zunächst ohne Ergebnis

dpa-AFX

MÜNCHEN (dpa-AFX) - In den Schlichtungsverhandlungen der großen Schnellrestaurant-Ketten hat sich nach mehrstündigen Gesprächen am Donnerstag zunächst noch kein Ergebnis abgezeichnet. Es gebe keinen neuen Stand, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Nachmittag in München. Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden hatten die Gewerkschaft und der Bundesverband der Systemgastronomie mit Hilfe des Schlichters und Münchner Arbeitsrichters Harald Wanhöfer einen neuen Einigungsversuch gestartet.

Bereits vorab hatte die NGG vor einem Scheitern der Verhandlungen gewarnt, das aus Sicht der Gewerkschaft "fatal für die Branche" wäre. "Die Kunden werden auf lange Sicht kein Verständnis haben, dass erfolgreiche, multinationale Unternehmen wie McDonald's , Burger King oder Starbucks ihre Beschäftigten mit Billiglöhnen abspeisen", hatte der NGG-Vize und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Guido Zeitler, erklärt.

Verhandelt wurde für bundesweit 100 000 Beschäftigte großer Gastro-Ketten. Als Knackpunkt in dem Tarifstreit gilt die nach NGG-Angaben verhältnismäßig große unterste Lohngruppe. Die Arbeitgeber hatten laut Gewerkschaft 8,90 Euro pro Stunde für diese Beschäftigten geboten, die NGG verlangt aber mindestens 9 Euro.