Schleswig-holsteinischer Landtag macht 31. Oktober zum zusätzlichen Feiertag

Nach Hamburg und Schleswig-Holstein hat nun auch Niedersachsen den Reformationstag zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Im niedersächsischen Landtag in Hannover stimmten 100 von 137 Abgeordneten für den Gesetzentwurf der Landesregierung aus SPD und CDU

Der schleswig-holsteinische Landtag hat die Einführung eines zusätzlichen Feiertags am 31. Oktober beschlossen. Am Donnerstag stimmten im Kieler Parlament CDU, SPD, Grüne, FDP und AfD für einen parteiübergreifenden Antrag, der den Reformationstag für arbeitsfrei erklärt. Ein Abgeordneter der SPD und die Abgeordneten des Südschleswigschen Wählerverbands enthielten sich dabei.

Entsprechende Absichten gibt es auch in den norddeutschen Bundesländern Hamburg, Niedersachsen und Bremen. Die Länder sind bestrebt, gemeinsam den 31. Oktober zu einem weiteren Feiertag zu machen, um einen Rückstand zu anderen Ländern zu verkleinern. Diese haben teils erheblich mehr Feiertage.

Vor etwa drei Wochen sprachen sich die Ministerpräsidenten der vier Länder gemeinsam für den Reformationstag aus. In Hamburg will die Bürgerschaft in der kommenden Woche über das Thema beraten, auch dort herrscht schon grundsätzlich Einigkeit. In Bremen und Niedersachsen läuft die Debatte.

Die Diskussion über die Einführung eines zusätzlichen Feiertags in Norddeutschland wird bereits seit Jahren geführt, nahm in den vergangenen Monaten aber deutlich an Fahrt auf. Der Reformationstag wird dabei von den großen Parteien favorisiert, ist aber umstritten. Es gibt auch Stimmen, die einen nichtkirchlichen Feiertag befürworten.