"Schlechter Stil und keine Manieren": Roman Weidenfeller rechnet mit Ousmane Dembele ab

BVB-Torhüter Roman Weidenfeller wirft Ousmane Dembele für dessen Verhalten im Zuge des Wechsels zum FC Barcelona schlechten Stil vor.

Kurz vor seinem Karriereende hat Torhüter Roman Weidenfeller von Borussia Dortmund mit seinem ehemaligen Mitspieler Ousmane Dembele abgerechnet. Der 37-Jährige bezeichnete das Verhalten des Franzosen, der sich seinen Wechsel zum FC Barcelona erstreikte, als "schlechten Stil".

"So verlässt man einen Klub einfach nicht. Es verursachte unglaubliche Unruhe, die von niemandem beruhigt werden konnte. Das ist ein Mannschaftssport - Fußball ist kein Tennis. Er hat nicht einmal seine Schuhe mitgenommen. Das ist lächerlich", sagte Weidenfeller bei ESPN.

Dembele hatte im vergangenen Sommer seinen Wechsel erzwungen, indem er nicht mehr zum Training erschienen war und daraufhin vom BVB suspendiert wurde. "Vorher konnte ich mir nicht vorstellen, dass es so etwas gibt", sagte Weidenfeller. Barcelona zahlte einen Sockelbertrag von 105 Millionen Euro für den 19-Jährigen.

Weidenfeller: Dembele ließ BVB-Mitspieler fallen

Weidenfeller weiter: "Dembele wurde mit 19 Jahren die Möglichkeit gegeben, sich in Dortmund einen Namen zu machen. Hier hat er sich zu einem Spieler entwickelt, den Barcelona kaufen wollte. Aber statt dankbar zu sein, verlässt er den Klub, in dem er zu Hause bleibt, streikt und seine Mitspieler fallen lässt. Das ist einfach nur schlechter Stil - keine Manieren."

Verständnis zeigte Weidenfeller lediglich dafür, dass ein junger Spieler in Versuchung gerät, wenn ein Top-Klub anklopft. "Es ist in Ordnung, aber wenn man die Entscheidung trifft zu gehen, gibt es andere Möglichkeiten. Man versucht eine Lösung zu finden, die für alle Seiten funktioniert", sagte der Torwart.