Schlechte Aussichten: Warum die Rente allein eigentlich niemals zum Leben reichen kann!

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Rente nachdenklicher Mann prüft Unterlage
Rente nachdenklicher Mann prüft Unterlage

Es ist ein Thema, welches viele Menschen gerne auf die lange Bank schieben. Die Rede ist hier von der Zeit nach dem Erwerbsleben, in der wohl die meisten von uns gerne ihr Rentnerdasein genießen wollen. Und dies natürlich so komfortabel wie möglich. Denn wer möchte schon im Alter auf irgendetwas Liebgewonnenes verzichten? Aber ist diese Vorstellung von solch einer Zukunft überhaupt realistisch?

Für die Mehrheit der zukünftigen Rentner wird dies vermutlich eher nicht der Fall sein. Denn selbst wer 45 Jahre gearbeitet hat, wird unter Umständen ein Problem damit haben, seinen bisherigen Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Dies ist nicht in allen europäischen Ländern so. Und ich möchte gar behaupten, dass gerade Deutschland in dieser Hinsicht eine unrühmliche Ausnahme darstellt.

Doch warum wird es im Alter so schwer werden, seinen gewohnten Lebensstil weiter fortzuführen? Dafür gibt es eigentlich eine ganz logische Erklärung. Doch um die macht sich in jungen Jahren wohl kaum jemand Gedanken.

Warum die Rente nicht reicht

Wer gerade ins Berufsleben eingestiegen ist, der hat wahrscheinlich eine völlig falsche Vorstellung von der späteren Zeit als Rentner. Denn nicht wenige gehen wohl davon aus, dass man durch die gesetzliche Rentenversicherung ja weitestgehend abgesichert ist. Und schließlich zahlt man ja auch jeden Monat nicht gerade geringe Rentenversicherungsbeiträge. Weiterhin will man sich, wenn man jung ist, auch nicht wirklich schon mit der Rente beschäftigen.

Dies sollte man aber besser tun. Denn die Höhe der späteren Altersbezüge wird bei Weitem nicht an das Niveau der erhaltenen Lohnzahlungen herankommen. Ganz im Gegenteil. Vermutlich werden es wohl eher zwischen 40 und 45 % des letzten Gehaltes sein, was man später einmal als Rentenzahlung erhalten wird. Und genau hier offenbart sich schon das oben bereits angesprochene Problem. Denn wie soll es denn möglich sein, mit nur gut der Hälfte seines früheren Einkommens über die Runden zu kommen?

Jetzt könnte man ja entgegenhalten, dass im Alter ja die Fahrtkosten zur Arbeit oder auch die eine oder andere Kreditrate wegfallen. Und dadurch natürlich die monatlichen Ausgaben sinken. Auf der anderen Seite hat man nun aber viel mehr Freizeit. Dies könnte unter anderem den Wunsch nach mehr Urlaubsreisen oder anderen Aktivitäten aufkommen lassen. Ich könnte mir also vorstellen, dass die Kosten im Alter nicht unbedingt viel niedriger liegen als im Berufsleben.

Sorgt man also nicht zusätzlich noch fürs Alter vor, dann wird es wohl recht schwierig werden, einen zufriedenstellenden Lebensabend zu verbringen. Es müssen hier also dringend Lösungen her.

Private Vorsorge ist absolut wichtig

Eine Möglichkeit, um die späteren Rentenbezüge nachhaltig aufzubessern, könnte in meinen Augen die Investition in Dividendenaktien darstellen. Mit den regelmäßigen Ausschüttungen kann man sich nämlich wunderbar einen passiven Einkommensstrom generieren. Und mit diesem sollte es dann im Alter natürlich möglich sein, die eine oder andere Versorgungslücke komfortabel zu schließen. Es würde an dieser Stelle allerdings zu weit führen, hier näher auf einzelne Werte einzugehen. Doch zu diesem Thema findest du hier bei uns Fools jede Menge interessanter Artikel.

Wem es jetzt allerdings zu kompliziert erscheint, sein Geld in einzelne Aktien zu investieren, der kann natürlich seine Altersvorsorge auch auf andere Weise gestalten. Hier könnte man beispielsweise noch auf ETF- oder Fondssparpläne setzen. Oder man macht es ganz klassisch und weicht auf eine private Rentenversicherung aus. Und auch wenn mir die letztgenannten drei Möglichkeiten zwar weniger attraktiv erscheinen, so ist es auf jeden Fall besser, diese zu nutzen, als überhaupt nicht für später vorzusorgen.

Der Artikel Schlechte Aussichten: Warum die Rente allein eigentlich niemals zum Leben reichen kann! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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