Schlecht geschlafen? Da hilft auch kein Kaffee

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Experten warnen davor, sich einzig auf Kaffee zu verlassen, wenn man eine schlechte Nacht gehabt hat.

Forscher an der Michigan State University haben untersucht, wie wirksam Koffein wirklich ist, wenn es darum geht, die Nachwirkungen einer schlaflosen Nacht zu bekämpfen. Die schlechte Nachricht: Kaffee hilft nur zum Teil, die kognitiven Fähigkeiten auf Trab zu bringen.

Für ihre Untersuchungen baten sie 275 Teilnehmer, nach einer schlaflosen Nacht eine einfache Aufmerksamkeitsaufgabe zu absolvieren.

Außerdem wurden die Freiwilligen einem Test unterzogen, bei dem sie mehrere Aufgaben in einer bestimmten Reihenfolge erfüllen mussten, ohne einen Schritt auszulassen und ohne eine Aufgabe zu wiederholen.

Die einfache Aufgabe fiel den meisten Teilnehmern leicht, nachdem sie Koffein zu sich genommen hatten. Der Kaffee hatte allerdings wenig

Einfluss auf den komplexeren Test.

"Koffein macht zwar wach und arbeitsfähig, ist aber eher wirkungslos, um die Art von Verfahrensfehlern zu verhindern, die zu Kunstfehlern bei Ärzten oder Autounfällen führen", erklärte Studienleiterin Kimberly Fenn.

Die Wissenschaftlerin betonte weiter, dass Schlaflosigkeit gerade während der Pandemie stark zugenommen hat. Wer regelmäßig schlecht schläft, dessen kognitive Fähigkeiten werden beeinträchtigt.

"Auch wenn die Menschen das Gefühl haben, dass sie mit Koffein gegen den Schlafmangel ankämpfen, so wird ihre Leistung bei anspruchsvolleren Aufgaben noch immer in Mitleidenschaft gezogen. Das ist einer der Gründe, warum Schlafmangel so gefährlich ist", so Fenn. "Wenn wir hätten nachweisen können, dass Koffein Verfahrensfehler bei Schlafmangel entscheidend reduziert, hätte das große Auswirkungen auf Personen, die wichtige Aufgaben mit wenig Schlaf bewältigen müssen, wie zu Beispiel Chirurgen, Piloten und Polizisten."

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