Schlaflos durch die Nacht: Neugeborene beschleunigen den Altersprozess ihrer Mütter

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Schlaflos durch die Nacht: Neugeborene beschleunigen den Altersprozess ihrer Mütter

In den ersten sechs Monaten nach der Geburt können frisch gebackene Mütter aufgrund von schlaflosen Nächten stärker altern.

Wissenschaftler*innen der UCLA fanden heraus, dass zu wenig Schlaf im ersten halben Jahr nach der Geburt eines Kindes das "biologische Alter" einer Frau (das sich vom chronologischen Alter unterscheiden kann) um bis zu sieben Jahre erhöhen kann.

Ein höheres biologisches Alter kann mit einem höheren Krankheitsrisiko und einem früheren Tod einhergehen.

DNA-Analysen ergaben, dass das biologische Alter von Müttern, die nach sechs Monaten weniger als sieben Stunden pro Nacht schliefen, drei bis sieben Jahre älter war als das von Müttern, die mehr als sieben Stunden schliefen.

Mütter, die weniger schliefen, hatten auch kürzere Telomere in ihren weißen Blutkörperchen, was mit einem höheren Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem höheren Sterberisiko in Verbindung steht.

"Die ersten Monate des Schlafmangels nach der Geburt könnten sich nachhaltig auf die körperliche Gesundheit auswirken", erklärte die Erstautorin der Studie, Judith Carroll, George F. Solomon, Professorin für Psychobiologie an der UCLA. "Wir wissen aus zahlreichen Forschungsarbeiten, dass Schlaf von weniger als sieben Stunden pro Nacht der Gesundheit schadet und das Risiko altersbedingter Krankheiten erhöht."

Mit jeder Extra-Stunde Schlaf wurde das biologische Alter der Mutter jünger.

"Ich und viele andere Schlafforscher*innen halten den gesunden Schlaf für genauso wichtig für die allgemeine Gesundheit wie Ernährung und Bewegung", fügte Caroll hinzu und forderte die Mütter auf, gemeinsam mit dem Baby ein Nickerchen zu halten, oder Familie und Freunde um Hilfe zu bitten. "Wer darauf achtet, genug Schlaf zu bekommen, hilft auf der Dauer sich und seinem Baby".

Da es sich nur um eine kleine Stichprobe von 33 Müttern während des ersten Lebensjahres ihrer Babys handelte, sind nach Ansicht der Autor*innen weitere Untersuchungen zur Bestätigung der Ergebnisse erforderlich. Auch müsse nach anderen Faktoren gesucht werden, anhand derer überprüft werden könne, ob die Auswirkungen dauerhaft oder reversibel sind.

Die Studie wurde Fachmagazin 'Sleep Health' veröffentlicht.

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