Schlaflos im Lockdown? Das kann helfen

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Mediziner haben Schlafprobleme schon vor der Corona-Pandemie als neue Volkskrankheit bezeichnet, die durch den Lockdown weiter angefacht wird. Dabei gibt es einige Tipps, die dir helfen können, leichter in einen gesunden Schlaf zu finden.

Schlafstörungen sind während der Koronapandemie häufiger. (Symbolbild: Getty Images)
Schlafstörungen sind während der Corona-Pandemie häufiger. (Symbolbild: Getty Images)

Während früher vor allem Menschen im Schichtdienst oder mit bestimmten Krankheiten wie Depressionen von Ein- und Durchschlafstörungen betroffen waren, greift das Problem gerade zu Corona-Zeiten vermehrt um sich.

Durch geschlossene Kitas, Schulen und Homeoffice hat sich der Alltag vieler Menschen massiv verändert. Während die einen auf engem Raum zusammensitzen und sich auf die Nerven gehen, sind andere einsam. Manche Menschen müssen gleichzeitig arbeiten und ihre Kinder bespaßen oder beschulen, es fehlen soziale Kontakte und Möglichkeiten, wie sonst mit diversen Freizeitaktivitäten einen Ausgleich zu schaffen. Dazu kommen Geldsorgen oder solche, die sich um die eigene Gesundheit oder die der Lieben drehen.

Symptome und mögliche Schäden

Wer dauerhaft schlecht oder zu wenig schläft, kann unter anderem folgende Symptome zeigen: Erschöpfung, Lustlosigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhtes Streitverhalten und erhöhter Medienkonsum, negative/depressive Gedanken. Hat der Körper zu wenige Ruhepausen, kann sich das auf das gesamte Nerven- und Herz-Kreislaufsystem auswirken und ganz allgemein ein erhöhtes Krankheitsrisiko nach sich ziehen.

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Faustregeln zur Orientierung

Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychologie sollten Schlafprobleme ärztlich behandelt werden, wenn sie länger als einen Monat andauern und an den meisten Abenden oder Nächten einer Woche auftreten. Bei Kindern wie Erwachsenen haben die meisten Betroffene Probleme beim Ein- oder Durschlafen. Problematisch wird es laut den Psychologen, wenn eine Person länger als eine halbe Stunde zum Ein- oder Weiterschlafen benötigt und entsprechende Symptome eines Schlafmangels auftreten.

Das kannst du gegen Schlafprobleme tun:

Für unproblematischere Fälle haben die Fachleute diverse Tipps parat, die Betroffenen helfen sollen, leichter in einen wirklich erholsamen Schlaf zu finden:

  • An feste Schlafens- und Aufstehzeiten halten

  • Tagsüber Sport machen/sich ausreichend bewegen

  • Vor dem Schlafengehen nicht schwer essen

  • Sich vor dem Einschlafen an mindestens 3 positive Dinge des Tages erinnern

  • Ängste und Sorgen nicht kurz vor dem Schlafengehen, sondern am besten vorher besprechen. Dasselbe gilt für Streit

  • Kein allzu hoher Medienkonsum, nicht im Bett und nicht zu aufregend vor dem Schlafengehen

  • Entspannungstechniken wie Muskelrelaxation oder Phantasiereisen lernen

  • Nicht zu viel Alkohol trinken

  • Geruchstherapie mit Lavendel-Spray, das zur Entspannung beiträgt

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Zusätzliche Tipps für Kinder und Jugendliche:

Neben festen Schlafens- und Aufstehzeiten sind für Kinder besonders auch Schlafrituale wie gemeinsames Zähneputzen und eine Gute-Nacht-Geschichte wichtig. Die Zu-Bett-geh Dauer sollte in etwa 30 Minuten betragen. Bei Kindern ab 5 Jahren und vor allem Jugendlichen rät die Deutsche Gesellschaft für Psychologie dazu, am besten auf Schlafen am Tag zu verzichten. Falls Jugendliche doch ein Nickerchen einlegen, sollte es nicht länger als 30 Minuten dauern und vor 15 Uhr beendet sein.

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