Nagelsmann wütet: Schiri-Assistent hat mich beleidigt

Marcel Bohnensteffen

So aufgebracht hat man Julian Nagelsmann selten gesehen. 

Direkt nach der 1:2-Pleite beim FC Schalke hat der Trainer von 1899 Hoffenheim seinem Ärger Luft gemacht - und schwere Vorwürfe gegen das Schiedsrichterteam um Benjamin Brand erhoben. 

"Fragen Sie die Schiedsrichter, die werden Ihnen wahrscheinlich nichts sagen, aber ich tue es", echauffierte sich Nagelsmann bei Sky. Der Coach erklärte, er sei von einem Unparteiischen beleidigt worden.

Offenbar ging es dabei nicht um Hauptschiedsrichter Brand, sondern um seinen Assistenten Robert Schröder. 

Nagelsmann tobt: "Lasse mich nicht beleidigen"

Was genau der zu Nagelsmann gesagt haben soll, wollte der Coach nicht verraten. Er sagte nur so viel: "Ich lasse mich nicht so gerne beleidigen, das habe ich ihnen so verklickert. Offenbar dürfen die Schiris etwas, was wir nicht dürfen."

Schon während der Partei sah man Nagelsmann während einer Unterbrechung vehement mit Brand diskutieren. Nach Abpfiff redete er erneut vehement auf den Unparteiischen ein. Brand persönlich traf laut Nagelsmann aber "überhaupt keine Schuld. Fragen Sie den Assistenten, der weiß Bescheid." 

Kurios: Schröder stand zu Beginn der zweiten Hälfte selbst im Mittelpunkt des Geschehens. Der Linienrichter knickte in einer Szene um und konnte die Partie nicht fortsetzen. 

Der 4. Offizielle Guido Kleve sprang als Ersatz ein. Weil es seine Zeit dauerte, bis er verkabelt war, wurden sieben Minuten nachgespielt.

Als die vorüber war, stürmte Nagelsmann auf die Unparteiischen am Mittelkreis zu. Danach trat er vor die Mikrofone.