Nach Schiri-Kritik: Del Piero weist Buffon zurecht

Italien diskutiert über das bittere Champions-League-Aus von Juventus Turin gegen Real Madrid und den Ausraster von Gianluigi Buffon nach dem umstrittenen Elfmeter für die Spanier, der die Aufholjagd der "Alten Dame" im Estadio Santiago Bernabeu in letzter Minute zunichte gemacht hat.

Dabei erhält Buffon viel Zuspruch, aber auch Kritik. "Ich kann Gigi verstehen", sagte sein ehemaliger Teamkollege Andrea Pirlo der Gazzetta dello Sport: "Wenn du so ein Spiel absolvierst und zehn Sekunden vor Schluss einen fragwürdigen Strafstoß gegen dich bekommst, wirst du verrückt."

Referee Michael Oliver hatte nach einem Zweikampf in der Nachspielzeit des Viertelfinal-Rückspiels zwischen Juves Medhi Benatia und Reals Lucas Vazquez auf Elfmeter für die Hausherren entschieden, den Cristiano Ronaldo schließlich zum 1:3-Endstand verwandelte.

Buffon beschwerte sich lauthals über den Pfiff und sah infolgedessen die Rote Karte. Nach dem Abpfiff legte der 40-Jährige nach und beschimpfte den Engländer als "Tier". Zudem unterstellte er ihm, kein Herz, sondern eine Mülltonne . 


"Wäre ich Gigi gewesen, dann hätte ich dem Schiedsrichter die Fresse poliert, weil er nach der Saison ja sowieso aufhören würde", meinte der frühere Nationaltorhüter Stefano Tacconi: "Es wäre das große Finale einer grandiosen Karriere gewesen. Du kannst in der 95. Minute in einem solchen Spiel keinen Elfmeter geben."

Alessandro del Piero, vor Buffon Kapitän der "Alten Dame", fand hingegen kein Verständnis für die harsche Kritik seines früheren Weggefährten an dem Unparteiischen.

"Ich konnte ehrlich gesagt nicht glauben, was Gigi nach dem Spiel über den Schiedsrichter gesagt hat", sagte der einstige Stürmer bei Sky Sport Italia: "Ich glaube, er wird über das Gesagte noch einmal nachdenken und in ein paar Tagen, wenn der Ärger ein wenig verflogen ist, wahrscheinlich andere Worte wählen."

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