Schienenersatzverkehr: Fahrgäste gefährden sich auf Weg zu Bussen an Yorckstraße

Um die Ersatzbusse für die U7 zu erreichen, laufen viele Fahrgäste über die viel befahrene Yorckstraße, statt die Ampel zu nutzen.

Ein bisschen wirkt es wie eine Schnitzeljagd für Berlin-Kenner, nur nicht so lustig: Alle 15 Minuten quellen an der Yorckstraße große Gruppen von Menschen aus dem unscheinbaren U-Bahnhof ans Tageslicht, drängeln sich auf dem schmalen Bürgersteig zwischen Fahrradweg und Absperrungen, halten Ausschau nach rechts und links und stehen sich gegenseitig im Weg. "Wo sind wir jetzt? Huch, hier wollte ich gar nicht hin! Ist das kompliziert alles!" Eine blonde Frau im Bürodress starrt abwechselnd auf ihr Smartphone und die Szenen um sie herum. Fahrräder klingeln.

Alte Menschen ziehen ihre Einkaufsbuggys hektisch vom Fahrradweg, Mütter rufen ihre Kinder. Ersatzbusverkehr heißt das seltsame Stück, das sich alle Viertelstunde wiederholt, wenn die nächste Pendel-U7 von der Berliner Straße am S- und U-Bahnhof Yorckstraße ankommt. "Muss andere Seite!", ein alter Mann versucht, der blonden Dame in gebrochenem Deutsch den Weg zu erklären.

Wegen des Einbaus eines elektronisches Stellwerkes samt neuer Zugsicherungstechnik sind die U-Bahnlinien 6 und 7 zurzeit rund um den Mehringdamm unterbrochen. Auf der U6 fahren zwischen Französischer Straße und Platz der Luftbrücke Busse statt Zügen, auf der U7 fährt zwischen Hermannplatz und Yorckstraße Ersatzverkehr. Was eigentlich nicht kompliziert klingt, wird an einigen Stellen zur Herausforderung. Unter anderem an den Anschlussstellen zwischen Bussen und Zügen, an der Französischen Straße in Mitte (U6) und eben an der Yorckstraße in Schöneberg.

Den Fahrgäs...

Lesen Sie hier weiter!