Schienenersatzverkehr: Wie der Dauerregen die U-Bahnen am Freitagmorgen lahmlegte

Schienenersatzverkehr und U-Bahn-Chaos auf der U9, der U5 und der U3

Es gibt eine Regel für Berlin: Wenn es ein Unwetter gibt, ist der Katastrophentag nicht der Tag, an dem es stürmt, regnet oder schneit. Der Kata­strophentag ist der Tag danach. Oder anders ausgedrückt: der Tag mit Schienenersatzverkehr.

Also morgens unbedingt Radio hören. Pendelverkehr auf der U-Bahnlinie 9 ab Spichernstraße, heißt es dort. Nicht so schlimm, denke ich. Ich muss ja zum Kudamm. Von der Spichernstraße ist das Büro auch zu Fuß erreichbar. Da ich in Lichterfelde wohne, eile ich morgens also schnell zur S-Bahn. Ich denke: Glück gehabt. Die S-Bahn steht noch am Bahnsteig, obwohl ich spät dran bin. Doch das hat einen Grund. Pech gehabt: Die S-Bahn ist defekt. Sie fährt einfach nicht los. Es gibt keine Durchsage. Wieso auch?

Gastfreundlich ist dann irgendwann niemand mehr

Also mit dem 188er-Bus zum Rathaus Steglitz. Angekommen im Bahnhof Steglitz, geht der erste Blick auf die Anzeigentafel am Bahnsteig. "Hier kein Zugverkehr", steht dort. Stimmt aber nicht. Der Zug der Linie U9 fährt ein. Eine Zugführerin steigt aus, schimpft über die falsche Anzeige und öffnet die Türen. Glück gehabt, denke ich. Dann die Durchsage: "Dieser Zug fährt nur bis Walther-Schreiber-Platz. Dort ist Schienenersatzverkehr eingerichtet. Nutzen Sie auch die S-Bahn." Ah, die S-Bahn, aber die fährt ja nicht. Außerdem würde sie mich zu weit weg vom Kudamm führen. Also zwei Stationen bis zum Schienenersatzverkehr.

Berufspendler in zu wenig Bussen

Das ist ein langes Wort für: Bus. Ein freundlicher Mitarbe...

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