Schiedsrichter-Chef: Videobeweis "auf einem gutem Weg"

Schiedsrichter Guido Winkmann kommuniziert mit seinem Video-Assistenten in Köln

DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich hat nach den Problemen mit dem Videobeweis nach Abschluss des 14. Spieltags ein positives Fazit gezogen.

"Die Partien haben gezeigt, dass der Video-Assistent ein absoluter Mehrwert für die Bundesliga ist, wenn er korrekt und nur bei klaren Fehlentscheidungen eingesetzt wird", sagte Fröhlich.

Der Schiedsrichterchef nannte mehrere positive Beispiele. "Beim Foulspiel des Leverkuseners Wendell am Dortmunder Castro und beiden Abseitstoren der Münchener Bayern gegen Hannover 96 und Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart wurde der Schiedsrichter durch seinen Video-Assistenten vor sichtbar klaren Fehlern bewahrt. So wird der Fußball durchaus gerechter", sagte Fröhlich.

Er lobte auch auch die Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler im Spiel Schalke gegen Köln: "Der Schalker Spieler Stambouli hatte in der Szene vor dem Strafstoß einen Arm in Kopfhöhe abgespreizt vom Körper und wehrte damit den Torschuss ab. Das ist klar ein strafbares Handspiel und deshalb war es richtig, dass der Video-Assistent dem Schiedsrichter empfohlen hat, sich die Bilder noch einmal selbst am Video-Monitor anzuschauen."

Nach den Erfahrungen am Wochenende sieht Fröhlich den Video-Assistenten "auf einem guten Weg". Bei einem Workshop mit den Bundesliga-Vereinen am Montag "wollen wir einen weiteren Schritt zum Verständnis für das Projekt gehen".