Zündstoff! Videobeweis lässt Goldmann entgeistert zurück

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Zündstoff! Videobeweis lässt Goldmann entgeistert zurück
Zündstoff! Videobeweis lässt Goldmann entgeistert zurück

Am Ende ging es vordergründig vor allem um das Ergebnis. Oder doch nicht? (Alles Wichtige zur WM 2021)

Natürlich zeigte sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zerknirscht nach der bitteren 2:3 (0:0, 2:1, 0:2)-Pleite gegen Kasachstan, durch die der vorzeitige Einzug ins Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft in Lettland verpasst wurde.

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Und demnach gab es nach der intensiven Begegnung in Riga reichlich Gesprächsstoff - nicht zuletzt aber auch wegen diverser Videobeweise und Schiedsrichterentscheidungen. (das Spiel zum Nachlesen im Liveticker)

"Also das mit diesem Videobeweis hier....", meinte im zweiten Drittel bereits SPORT1-Experte und Co-Kommentator Rick Goldmann mehr oder minder entgeistert. "Ich finde das ja schon beim Fußball schrecklich!"

Nun empfand es der 45 Jahre alte und ehemalige Ex-NHL-Profi noch ungleich merkwürdiger.

Wirbel um Videobeweis: Plachta-Tor aberkannt

Was war passiert? Ein Treffer von Matthias Plachta in der 34. Minute zur vermeintlichen deutschen 2:1-Führung war nach einer kasachischen Coaches Challenge zurückgenommen worden - wegen einer Abseitsposition, die derart knapp ausfiel, das man sie selbst bei mehrfacher Wiederholung der TV-Szenen kaum auszumachen vermochte.

Konkret: Nicolas Krämmer war links mitgefahren und minimal vor dem Spielgerät über der Linie. (Eishockey-WM: Deutschland - Finnland, Samstag ab 19 Uhr LIVE im TV und Stream)

Dass der Puck wenig später trotzdem im Netz zappelte, weil Markus Eisenschmid im Powerplay netzte, ließ die Aufregung zwar schnell vergessen.

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Und dennoch: Auch hier kamen die Offiziellen um die Referees Andris Ansons (Lettland) und Lassi Heikkinen (Finnland) erneut nicht um einen Videobeweis herum, wieder hatte Yuri Mikhailis eine Coaches Challenge genommen - und tatsächlich war es wieder eng mit einer Abseitsposition.

Doch diesmal zählte der Treffer, und: Kasachstans Nikita Mikhailis bekam prompt eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. (Tabellen und Gruppen der Eishockey-WM)

Auch Penalty sorgt für deutsches Unverständnis

Hintergrund aus dem Regelwerk: Verlangt ein Trainer nach einem Gegentor eine Coaches Challenge aufgrund einer vermuteten Offside-Situation und die Linesmen kommen nach der Videokonsultation zum Schluss, dass kein Offside vorlag, wird eine 2-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung gegen die Mannschaft ausgesprochen, die die Challenge verlangt hat.

Auch ein Penalty im dritten Drittel sorgte aus deutscher Sicht für Unmut: Ein Beinstellen von Moritz Müller werteten die Referees als Vereitelung einer klaren Torchance - was bei Goldmann erneut Unverständnis auslöste: "Er war doch noch nicht mal letzter Mann. Das war doch kein Penalty!"

So oder so: Roman Starchenko (41.) nutzte die Chance, tunnelte Keeper Mathias Niederberger und glich damit aus, ehe Pavel Akolzin (56.) in der Schlussphase einen Ausrutscher von Marcel Brandt zum kasachischen Siegtreffer nutze und das DEB-Team von Bundestrainer Toni Söderholm mit leeren Händen vom Eis schickte.

Eisenschmid und Seider haken Fehlentscheidungen ab

Die DEB-Cracks wollten den strittigen Einlassungen der Referees hinterher trotzdem nicht allzu viel Fokus geben: "Wir versuchen, uns nicht auf Fehlentscheidungen zu konzentrieren", sagte Torschütze Markus Eisenschmid.

Verteidiger Moritz Seider ergänzte: "Es liegt nicht in unserer Hand, wir sind keine Schiedsrichter."

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