Schießerei in Wedding: Mordanklage gegen fünf Rocker der "Guerilla Nation Vaynakh"

Polizisten vor einer Bar in der Groninger Straße, auf die am 10. Mai Schüsse abgefeuert wurden.

Berlin.  Nach der spektakulären Schießerei vor einem Café im Berliner Stadtteil Wedding müssen sich fünf Beschuldigte wohl bald vor Gericht verantworten. Nach Informationen der Berliner Morgenpost aus Justizkreisen will die Staatsanwaltschaft in dem Fall in den kommenden Monaten Anklage wegen der versuchten gemeinschaftlichen Begehung eines Mordes erheben.

Die Beschuldigten waren am Abend des 10. Mai dieses Jahres mit mehreren Fahrzeugen vor einer Gaststätte in der Groninger Straße vorgefahren und hatten unvermittelt mit einer Kalaschnikow und einer Maschinenpistole auf das Lokal geschossen. Einige der Cafébesucher, dem Vernehmen nach Albaner aus dem Bereich der organisierten Kriminalität, erwiderten das Feuer mit Handfeuerwaffen. Insgesamt wurden vor und in dem Café 30 Schüsse abgegeben. 17 Einschüsse stellen die Beamten in der Glastür und im Schaufenster des Lokals fest.

Die Angreifer flohen nach dem Schusswechsel in drei Autos, konnten aber wenig später festgenommen werden. Ursache für die Auseinandersetzung könnten nach Informationen aus Justizkreisen Streitigkeiten in der organisierten Dealer-Szene gewesen sein.

"Guerillla Nation Vaynakh" gilt als unberechenbar

Polizeipräsident Klaus Kandt hatte nach der Tat bestätigt, dass die Angreifer zu einer sogenannten "rockerähnlichen Gruppierung" gehören: der "Guerilla Nation Vaynakh". Laut einem internen Lagebericht der Berliner Polizei zur Rockerkriminalität, den die Berliner Morgenpost einsehen konnte, ist einer der Beschuldigten, der 31 J...

Lesen Sie hier weiter!