Schießen: Ein Schütze ohne Ton und Taube

Im Anschlag: Jeremy Schulz auf der Schießanlage Berlin-Hoppegarten

Berlin.  Tontaubenschießen! Jeremy Schulz verzieht das Gesicht. Er weiß natürlich, dass seine Sportart gern so bezeichnet wird. Doch an diesem Begriff sei so ziemlich alles falsch: Weder werde beim Trap-Schießen heutzutage noch auf Tauben geschossen, sondern auf Wurfscheiben; noch bestünden diese aus Ton, sondern mittlerweile längst aus Polymer. Mit einer Geschwindigkeit von rund 80 km/h werden die Scheiben von einer speziellen Maschine abgeworfen. Die Schützen haben weniger als eine halbe Sekunde Zeit, um anzupeilen und zu treffen.

Komplette Ausbildung zum Schützen dauert neun Jahre

Neun Jahre dauert es normalerweise, bis ein Schütze komplett ausgebildet ist. Jeremy Schulz ist erst seit vier Jahren dabei und zählt in seiner Disziplin schon jetzt zu den Besten des Landes. In diesem Jahr wurde der Friedrichshainer in seiner Altersklasse deutscher Vizemeister. Bei der Junioren-EM belegte er Platz zwölf, bei den Weltmeisterschaften war er 36. – jeweils als bester Deutscher.

Doch damit ist der 19-Jährige vom SC Diana Hoppegarten noch nicht zufrieden: "Im nächsten Jahr möchte ich meinen ersten internationalen Titel gewinnen", sagt er. Das hat es beim Schützenverband Berlin-Brandenburg lange nicht gegeben, weshalb Landessportleiter Michael Naumann Schulz auch als "unser größtes Talent" bezeichnet. Zwar wohnt auch Henri Junghänel in Berlin, doch der Olympiasieger von 2016 im Kleinkaliber-Liegendschießen startet für einen Verein aus Hessen.

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