Schicksalstag für Gazprom, Shell & Co

Thorsten Küfner

Aktionäre von Gazprom, Shell und anderer Energiefirmen dürften heute gespannt nach St. Petersburg blicken. Denn dort treffen sich Vertreter der OPEC und anderer wichtiger Fördernationen wie Russland, um über das weitere Vorgehen bei der Stabilisierung der Ölpreise zu beraten. Die Marktteilnehmer warten mit Spannung auf dieses Event.

Denn nachdem in der Vorwoche bereits das OPEC-Mitglied Ecuador angekündigt hatte, die Förderkürzungen nicht mehr stemmen zu können, sorgen sich einige Experten, dass nun auch weitere Dominosteine fallen. Und sollten die Förderkürzungen von OPEC-Staaten, Russland und Co nicht durchgezogen werden, droht dem Ölpreis ein kräftiger Kursrutsch, der natürlich auch die Aktienkruse der großen Öl- aber auch Gasproduzenten belasten dürfte.

Derzeit zeigen sich die Vertreter der großen Ölfördernationen allerdings noch zuversichtlich, dass die Maßnahmen ihre Wirkung nicht verfehlen. Zumindest scheint der Anstieg der Ölproduktion in Nordamerika nun gestoppt, da sich auf dem aktuellen Ölpreisniveau viele Vorkommen dort durch Fracking nicht mehr rentabel ausbeuten lassen. Ohnehin geht etwa der Chef von Saudi-Aramco davon aus, dass es über kurz oder lang wieder zu einem Engpass auf dem Ölmarkt kommen wird.

Keine Eile
Die Aktie von Royal Dutch Shell bleibt für Dividendenjäger nach wie vor ein sehr gutes Investment. Da es dem Ölpreis (sowohl Brent als auch WTI) nicht gelungen ist, ein neues Kaufsignal zu generieren, besteht für nicht investierte Ableger allerdings derzeit auch keine Eile zum Einstieg. Die Papiere von Gazprom bleiben indes ausnahmslos für mutige Anleger geeignet.

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