Das Schicksal der deutschen Autoindustrie könnte sich an einem See in Bolivien entscheiden

Jessica Dawid
Salar de Uyuni Bolivien

Der Autoindustrie stehen schon bald einige drastische Veränderungen bevor  eine davon betrifft den Wechsel von Verbrennungsmotoren auf umweltschonendere Hybrid- und Elektroantriebe. Für den Bau dieser zukunftsweisenden Motoren ist allerdings ein Bestandteil von allergrößter Bedeutung: Lithium. Firmen, die auf diesen Rohstoff zurückgreifen wollen, müssen sich hierfür an Argentinien, Chile und Bolivien wenden die drei größten Förderländer für Lithium. Vor allem Bolivien erlebt aufgrund der gestiegenene Nachfrage gerade einen Boom, der so noch nie da gewesen ist, erklärt die „Welt“ in einem aktuellen Beitrag.

Salar de Uyuni nennt sich die etwa 10.000 Quadratmeter große Fläche im Südwesten Boliviens, die den größten Salzsee der Welt beherbergt. Doch nicht nur das. Unter der Kruste von kristallisiertem Salz befindet sich der Rohstoff Lithium. Dieser wird für die Akkus von Laptops und Smartphones benötigt, aber vor allem auch für den Antrieb und die Aufladung von Hybrid- und Elektroautos.

Umstellung auf Energie durch Lithium besonders klimafreundlich

Lithium kombiniert eine große Energiedichte mit einem hohen Wirkungsgrad. Somit ist es möglich, aus Lithium besonders leistungsstarke Batterien herzustellen  die auch für die Speicherung erneuerbaren Energien eine Schlüsselrolle spielen. Mithilfe von Lithium ist es möglich, die CO2-Emissionen zu senken und somit die Klimaschutzziele zu erreichen, wie der „Spiegel“ berichtet.

Ein weiterer Vorteil: In jedem der Länder, in denen der Abbau von Lithium lohnenswert ist, ist die politische, wirtschaftliche und soziale Lage vergleichsweise stabil. Dabei sind schätzungsweise 5,4 Millionen Tonnen des Rohstoffs in dem See zu finden  70 Prozent des globalen Vorkommens. Ideal also für die deutsche Autoindustrie, die in Sachen Elektromobilität bisher als Nachzügler gilt.

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