„Zum Scheitern verurteilt“ — Ökonom räumt mit einem Vorurteil über das Grundeinkommen auf

Christoph Damm
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Es ist auf den ersten Blick eine schöne Vorstellung: Jeder Mensch erhält monatlich eine Zahlung ohne Gegenleistung — bedingungslos eben. Ganz egal also, ob er einer Arbeit nachgeht oder nicht — ein Leben lang. Dafür werden aber alle anderen Sozialleistungen des Staates gestrichen. Doch schnell wird dieses im Gedanken zunächst ach so schöne Bild von Kritikern gestört.

Nicht finanzierbar sei es und die Menschen würden massenweise aufhören zu arbeiten, oder nur noch der Arbeit nachgehen, die ihnen Spaß macht. Auf der Strecke blieben unbeliebte Jobs, die aber ebenfalls besetzt werden müssen. Die Diskussion ist im vollen Gange und nebenbei laufen bereits einige Tests des bedingungslosen Grundeinkommens.

Erste Tests laufen, weitere sollen folgen

In Finnland beispielsweise erhalten 2.000 Menschen seit Beginn des Jahres über einen Zeitraum von zwei Jahren 560 Euro monatlich — bedingungslos. Mit solchen Tests möchten Staaten testen, wie sich die Menschen verhalten, wenn es dieses Grundeinkommen tatsächlich gäbe. Auch Schleswig-Holstein will als erstes deutsches Bundesland die Einführung testen.

Doch genau gegen solche Blaupausen spricht sich nun ein Experte aus. „Ein bedingungsloses Grundeinkommen lässt sich ebenso wenig testen, wie sich Demokratie, Rechtsstaat oder Menschenrechte testen lassen“, schreibt Ökonom und Philosoph Philip Kovce in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“. All diese Experimente seien von Anfang an „zum Scheitern verurteilt“ gewesen.

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