Auf dem Scheiterhaufen: Binance verbrennt BNB-Token

Alexander Roos

Binance gab am 15. April bekannt, wieder 20 % des Profits aus dem letzten Quartal zu benutzen, um den eigenen BNB-Token zurückzukaufen. Das Ziel ist es, den Preis der Token zu steigern. Dieser Rückkauf ist bereits der dritte in der Geschichte des Unternehmens. 

Die Handelsplattform für Kryptowährungen Binance ging am 14. Juli 2017 an den Markt. Seitdem ist sie zur größten Exchange weltweit aufgestiegen. Begünstigt durch die Neuanmeldungssperre des Konkurrenten Bittrex stieg die Nutzerzahl für Binance so dramatisch, dass es ein Kandidat für das am schnellsten wachsende Unternehmen der Welt ist.

Die BNB-Token-Strategie

Auf der Plattform existiert ein eigener Token, der BNB-Token, mit welchem Nutzer bis zu 50 % Rabatt auf ihre Gebühren bekommen. Der BNB-Token läuft als ERC20-Token auf dem Ethereum-Netzwerk. Des Weiteren stehen Pläne für eine eigene Blockchain im Raum.

Das White Paper beschreibt die Strategie bezüglich der Token: Die Gesamtmenge der Token beträgt 200 Millionen – die Hälfte behielt Binance ein. Die andere Hälfte (100 Millionen BNB-Token) wurden beim ICO ausgeschüttet. Jedes Quartal möchte das Unternehmen 20 % des Profits in den Rückkauf der ICO-Token stecken. Diese Rückkäufe sollen erst stoppen, wenn nur noch 100 Millionen BNB-Token im Umlauf sind. Die zurückgekauften Token werden „verbrannt“, also per Transaktion unwiderruflich ins Nichts versendet. Das senkt die gesamte Geldmenge und erhöht (unter gleichbleibender Nachfrage) den Preis.

Binance folgt dem vorgegebenen Zeitplan

Der jüngste Token-Rückkauf wurde am 15. April bekannt gegeben und verbrannte gut 2 Millionen BNB-Token. Binance folgt damit dem im White Paper spezifizierten Zeitplan. Am 15. Oktober 2017 verkündete das Unternehmen zum ersten Mal, die geplante Reduzierung der Geldmenge durchzuführen. Drei Tage später folgten Taten. Den zweiten Token-Kauf kündigten sie am 15. Januar 2018 an und vollzogen ihn drei Tage später. Die Ankündigung kommt also nicht überraschend, sondern bestätigt den bisherigen Zeitplan der Plattform. Die jüngste Transaktion verbrannte BNB-Token im Wert von ungefähr 30 Millionen US-Dollar.

Die stringente und pünktliche Vorgehensweise wirkt professionell – gerade in der noch recht unprofessionellen Krypto-Welt. Für Viele entpuppte sich Binance schnell als Handelsplattform des Vertrauens. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Know-Your-Customer-Pflicht (KYC), die erst beim Überschreiten des Abhebe-Limits von zwei Bitcoin pro Tag anfällt. Auch die Ambitionen einer dezentralen Exchange (DEX) erwecken Hoffnung auf ein zukunftsgerichtetes Geschäftsmodell.

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Source: BTC-ECHO

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