Scheidungspartys: Ein Soziologe erklärt, was hinter dem Trend steckt

Anna Rinderspacher
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Scheidungspartys: Ein Soziologe erklärt, was hinter dem Trend steckt

* Scheidungspartys werden in Deutschland immer mehr zum Trend
  • Scheidungspartys werden in Deutschland immer mehr zum Trend
  • Ein Soziologe erklärt in der HuffPost, welche kulturellen Veränderungen dafür verantwortlich sind

Drei junge Frauen posieren für ein Foto. Eine trägt ein tief ausgeschnittenes schwarzes Top und eine goldene Glitzerhose, eine andere ein kleines Schwarzes. In der Mitte steht eine junge Frau mit Schärpe: “Just Divorced” steht darauf. Sie strahlt bis über beide Ohren.

Bilder wie diese finden sich auf der Foto-Plattform Instagram zu Hauf. Bilder, die signalisieren: “Ich bin frisch geschieden und es ist ein Grund zum Feiern.” Über 23.000 Beiträge aus aller Welt tragen den Hashtag “divorceparty”.

Und auch in Deutschland sind Partys, deren Anlass ein Ehe-Aus ist, im Trend, wie Partyplaner aufgrund der immer größer werdenden Nachfrage feststellen. Diese Zunahme sind jedoch noch nicht nur ein Zeichen für die Feierlust der Menschen – sie zeigt auch, dass sich unsere Gesellschaft wandelt. Und dass Individualität mehr denn je im Vordergrund steht.  

Eine Scheidung zum Anlass für ein Fest zu nehmen, war vor einigen Jahren noch undenkbar. Scheidung war schließlich nicht zuletzt durch die christliche Kirche in unseren Kulturkreisen lange verpönt. 

Erst im Jahr 1938 trat das Ehegesetz des Deutschen Reiches in Kraft. Seitdem ist Scheidung in Deutschland erlaubt.

Mittlerweile wird in Deutschland jede dritte Ehe geschieden – Scheidungen gehören zum Alltag.

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