Schamhaar-Toupet: Designerin zeigt Models fast unten ohne

Mode, Statement, weder noch? Eine Designerin schickte bei der New York Fashion Week Models mit einer Art Schamhaar-Toupet auf den Laufsteg.


Die New York Fashion Week ist um eine Nackt-Provokation reicher. Bei der Show von Kaimin waren Röcke oder Hosen stark unterrepräsentiert. Stattdessen liefen einige der Models mit bloßem Unterkörper über den Laufsteg. Die Bikinizone war mit grob zugeschnittenen Schamhaar-Toupets bedeckt.

Die Kollektion trug das Konfliktpotenzial bereits im Titel. Die südkoreanische Designerin hatte das Motto „Oriental Garden – Utopian Discord“ (Orientalischer Garten – Utopischer Missklang) gewählt. Die Modeschöpferin konzentrierte sich bei der Show in ihrer Wahlheimat New York auf hohe Stiefel und avantgardistische Oberteile.


Einige Models trugen das Fake-Schamhaar nicht direkt auf der Haut. Kaimin zeigte auch hautfarbene Slips, die mit Kunsthaar „verziert“ waren.

Auch Höschen mit Fake-Haar waren auf der Kaimin-Show zu sehen. (Bild: Screenshot/ Instagram/ kaiminofficial)

Die Designerin hat bereits Lady Gaga und Björk ausgefallene Kreationen auf den Leib geschneidert. Laut der Biografie auf ihrer Internetseite ist sie auf der Suche nach „extremer Schönheit“. Kaimin lässt sich dabei von Sadomaso, Punk und Surrealismus inspirieren. Die Entwürfe sollen trotzdem filigran und feminin bleiben. Ein Statement für die Weiblichkeit hat die Designerin auf jeden Fall gesetzt. Und noch ein selbsterklärtes Ziel hat Kaimin mit ihrer Fashion-Week-Präsentation erreicht: Sie will mit ihrer Arbeit eine emotionale Reaktion beim Betrachter auslösen.

Schamhaar-Toupets sind übrigens keine neue Erfindung. Sie wurden vermutlich erstmals im 15. Jahrhundert von Prostituierten „getragen“. Die Frauen wollten auf diese Weise die Symptome von Geschlechtskrankheiten wie Syphilis verstecken.

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